Figürliche Sprache

Rede auf Caren Jeß’ Mülheimer Preisträgerstück 2023 «Die Katze Eleonore», geschrieben, gestaltet und kätzerisch vorgetragen von Wiebke Puls

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«Ich sage es gern und mit dreckspfauenhaftem Augenaufschlag: Ich durfte 2018 schon einmal eine Laudatio auf Caren Jeß halten. Damals fiel es mir leicht, Caren für ihr Schräge-Vögel-Stück «Bookpink» zu loben, mit dem sie dann später auch an ebendieser Stelle großen Erfolg hatte.

Junge Frau, Du alte Mülheim-Häsin! Sechs Jahre später steht es mir nicht mehr zu, Dich zu loben. Ich verneige mich vor Deiner inspirierenden, rasant voranschreitenden Arbeit. Die Katze Eleonore räkelt sich gerade auf dem zweiten Drittel dieser Piste.

Liebe Caren, es ist mir eine Ehre, heute vor Dir von Dir zu sprechen.

Als ich auf der Suche nach Stoff die «Katze Eleonore» zum ersten Mal überflog, erschrak ich: «Eine Katze! Kann ich nicht. Auf allen Vieren den ganzen Abend, aua, nein, danke. Und echt jetzt. Es ist 2022. Wir stecken gerade die feuchten Schnauzen aus unseren postpandemischen Mäuselöchern; haben wir jetzt nicht andere Themen als Hauskatzen-Transidentität?»

Berufsfeld Vogelgenick
Die Katze Eleonore ist die Geschichte einer Frau, die zur Katze wird. Oder ist es die Geschichte einer Katze, die sich ihrer Damenschaft entledigt? Jedenfalls zeigt das Stück Eleonores Abwendung von der menschlichen ...

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Theater heute Juli 2024
Rubrik: Magazin, Seite 66
von Wiebke Puls

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