Festival: Hand vors Auge!

Adelante! – das Heidelberger Theater zeigt Gastspiele aus dem ibero- amerikanischen Raum und blickt auf den politischen Aufruhr in vielen Ländern des Subkontinents

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Wir lernen Bilder lesen. Was meinen die kämpferischen jungen Frauen aus Chile, was die Performance-Dokumentaristen, die vom Kampf des indigenen Mapuche-Volks im Grenzgebiet zu Argentinien erzählen, wenn sie im Schlussbeifall eine Hand vor ein Auge legen? Im Internet der Netzwerke ist die Geste ein bisschen bekannt, auf den Bühnen des Heidelberger Theaters wird sie es nach einigen Tagen.

Sie erinnert an die vielen Opfer der Demonstrationen in Chile seit Oktober vorigen Jahres, denen beim millionenfachen Protest gegen die autoritäre Regierung des Präsidenten Pinera mit Tränengas-Granaten und noch schlimmeren Waffen von Polizisten und Militärs Augen weggeschossen wurden. Wer sich erinnern mag – vor langer Zeit in Genua, beim Protest gegen die Gipfeltreffen der wirtschaftlich potentesten G-7-Nationen, hielten Demonstrantinnen und Demonstranten weißgemalte Hände zu Tausenden in die Kameras der Weltpresse – die chilenische Hand vor dem Auge hat noch dramatischere Wucht.

«Paisajes para nao colorear», Marco Layeras viel gereistes Stück der neun jungen Widerständlerinnen aus Chile (es war zuletzt auch in Berlin sowie gerade in München und Frankfurt zu sehen) ist ein Beispiel für die «Kunst ...

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Theater heute April 2020
Rubrik: Magazin, Seite 68
von Michael Laages

Vergriffen
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Daten (4/2020)

Aachen, Grenzlandtheater
9. Assous, Das Blaue vom Himmel

R. Fabian Goedecke 

Altenburg Gera, THeater
3. Lessing, Emilia Galotti

R. Caro Thum 

Augsburg, Theater
23. Stückenetwicklung, Iskhalo somlambo/Der Ruf des Wassers (U)

R. Dorothea Schroeder (Koproduktion mit Ukwanda Puppets & Designs Art Collective)
25. Ionesco, Die Nashörner
R. Susanne Lietzow 

Baden-Baden,...