Stella Höttler, Ursel Tilk und Andrew van Ostade u.a. verkörpern «Belgian Rules/Belgium Rules» von Jan Fabre. Foto: Wonge Bergmann

Die spinnen, die Belgier

In seiner ersten Bühnenarbeit nach dem Opus magnum «Mount Olympus» feiert Jan Fabre sein Heimatland ab

Am 27. und 28. Juni 2015 schrieb Jan Fabre Theatergeschichte. Damals brachte der belgische Allroundkünstler beim Berliner Festival Foreign Affairs die 24-stündige Performance «Mount Olympus» zur Uraufführung (TH 6 und 8-9/15), in der er fast alle griechischen Tragödien auf einmal inszenierte, um so die in die Jahre gekommene Katharsis neu zu beleben. Die Marathonaufführung ist immer noch on tour und löst überall, wo sie aufgeführt wird, erschöpft-enthusiastische Begeisterung aus.

Der triumphale Erfolg eines solchen Opus magnum, das ja tatsächlich so etwas wie den Gipfel von Fabres szenischem Schaffen darstellt, könnte einen Künstler durchaus in eine Sinnkrise treiben: Was soll danach noch kommen? Für einen Workaholic wie Fabre aber stellt sich so eine Frage gar nicht. Als «Mount Olympus» Premiere hatte, war die nächste Großproduktion längst in Planung; im Juli fand beim Festival Impulstanz in Wien die Uraufführung statt.

Okay, ein paar Nummern kleiner gibt Fabre es im Nachfolger «Belgian Rules/Belgium Rules» dann doch. Probiert wurde nicht zwölf, sondern bloß sechs Monate lang, die Spieldauer beträgt schlappe 3:40 Stunden (selbstverständlich ohne Pause), und statt 40 Leuten sind ...

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Theater heute Oktober 2017
Rubrik: Magazin, Seite 66
von Wolfgang Kralicek