Europa – eine Fata Morgana
Das Ehepaar Vero und Uwe S. ist in die Wüste gefahren. Vero möchte dort Urlaub machen, Uwe will schwarze Löcher im Weltraum erforschen. Wäre in Europa die Lichtverschmutzung nicht so hoch, hätte er am Heimathimmel forschen können. Sie hätten Bonn erst gar nicht verlassen müssen, die Ehe daheim retten können.
Was zunächst nach einem privaten Beziehungsdrama klingt, entpuppt sich in Svenja Viola Bungartens neuem Stück «Bonn ist eine Stadt im Meer» schnell als europäische Groteske: Während Vero und Uwe S.
auf der «Rückseite der Welt» auf den Nachthimmel warten, begegnen sie Vega und Ulvi S. Die wollen die Wüste hinter sich lassen – dafür brauchen sie neue Pässe. Da kommt das europäische Paar wie gerufen: Als ihr Auto offen steht, klauen Vega und Ulvi S. die Pässe, Geld und Gepäck.
Und was tun als Europäer, wenn die Botschaft sonn- und feiertags geschlossen ist? Für das Ehepaar beginnt ein Horrortrip durch die Wüste. Nach verschiedensten Aufenthalten in Warteschlangen können sie ihre Identität per Fingerabdruck nicht mehr bestätigen, denn ihre Hände wurden von der harten Arbeit, die sie leisten mussten, um überhaupt hier anzukommen, stark in Mitleidenschaft gezogen – ihre Finger ...
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