Eine Wahnsinnszeit
Auf der Bühne lässt es sich ganz gut sterben. Ich selbst habe mich mit «Luise» vergiftet, bin von meinem Halbbruder «Edgar» im Zweikampf erschlagen worden, ich stand kurz vor meiner Exekution im Staube von Brandenburg, wurde auch in einem «Licht-Galgen-Film» aufgehängt und zuletzt als «Schöngeist» vor der Pause erschossen. Ach ja, den alten «Lear» habe ich auch hinter mir, der an zerbrochenem Herzen im Wahnsinn stirbt.
Der Tod auf der Bühne ist kein endgültiger. Danach steht man auf, verbeugt sich, und wenn man seine Sache gut gemacht hat, gibt es Applaus.
Kommt der wirkliche Tod zu uns Darstellern wie zu allen anderen Menschen, dann verstummen unsere geliebten Texte, und unsere gespielten Rollen erstarren im Schmerz.
Verbeugen können sich nur noch die Zurückbleibenden in Stille vor einem Menschen, der mit seinem Herzen, seinem Können andere Menschen zu begeistern und anzurühren vermochte.
Vor einer sehr, sehr langen Zeit, ich glaube, ich war noch Schauspielstudent an der Schauspielschule Berlin–Schöneweide, der heutigen «Ernst Busch», saß ich in einer Voraufführung in der Volksbühne, die damals Benno Besson übernommen hatte. Benno inszenierte damals ein Stück namens «Moritz ...
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Theater heute Oktober 2013
Rubrik: Magazin: Nachruf, Seite 71
von Alexander Lang
Jeder ist willkommen!», umarmt der Intendant der Berliner Festspiele, Thomas Oberender, in seinem Grußwort das Publikum. «‹Wir sind das Theater, das jeden brauchen kann›», zitiert er aus dem «Amerika»-Fragment von Franz Kafka weiter; «– gibt es ein schöneres Versprechen?»
Auch der neue Leiter der «Foreign Affairs», Matthias von Hartz, hat mehr auf Anschluss gesetzt...
Der eine ist ein früher Bruder von Roland Koch, Ole von Beust, Horst Köhler und entdeckt in der stalinistischen Phase der Französischen Revolution das Sensibelchen in sich. Robespierre dagegen, anders als St. Just noch ein Lehrling des angewandten Machiavellismus, gibt für kurze Zeit tatsächlich den skrupellosen Machtpolitiker, um einige Monate später selbst unter...
Aachen, Theater
31. Veiel, Das Himbeerreich
R. Bernadette Sonnenbichler
Aalen, Theater der Stadt
4. Walser, Eine Stille für Frau Schirakesch
R. Tina Brüggemann & Tonio Kleinknecht
Anklam, Theater
25. Williams, Endstation Sehnsucht
R. Oliver Trautwein
Annaberg, Eduard-von-Winterstein-Theater
6. Schiller, Wilhelm Tell
R. Tamara Korber
Augsburg, Theater
3. SKART, Mein Freund der...
