Ein Stück Aufklärung
Nun sind die Theater wieder geschlossen und niemand weiß, ob sie in diesem pandemischen Winter wieder ihre Türen werden öffnen können. Eine geeignete Sofa-Lektüre für Theaterliebende als Überbrückungshilfe: die bislang zweiteilige Reihe «Postdramatisches Theater in Portraits», die im Alexander Verlag erscheint. Kleine, handliche Bändchen für Liebhaber*innen und Schwelger*innen, die das so flüchtige postdramatische Theater in Reflexionen gießen und Erinnerungen mit Fotografien ausstaffieren.
Wobei das Benennen und Bezeichnen als «postdramatisch» kein vorrangiges Bedürfnis der Künstler*innen war oder ist: «Wir dachten, es ist uns eigentlich egal, wie ihr das nennt. Für uns war es etwas zwischen Theater, Live Art, Performance Art und Happening, und wir haben das gemacht, womit wir sagen konnten, was wir sagen wollten», zitiert Aenne Quinones Sarah Thom von Gob Squad.
Zentral geht es in der neuen Buchreihe darum, Gruppen der sogenannten Freien Szene sichtbarer zu machen, ihre jeweilige Geschichte aufzuarbeiten oder systematisch zu erzählen und mit ihr die Entstehung neuer Theaterformen und -sprachen in den letzten zwanzig, dreißig Jahren, über deren Produktionsweisen und ...
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Theater heute Februar 2021
Rubrik: Magazin, Seite 61
von Esther Boldt
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