Die schlampige Zahl Pi

Konstantin Küspert «fort schreiten»

Theater heute - Logo

Einer der prominentesten Vertreter der KI-Forschung ist davon überzeugt, dass der technische Fortschritt künstliche Superintelligenzen hervorbringen werde, die dann die gesamte Milchstraße bevölkern und uns Menschen weit überlegen sein würden. Für unsere Spezies würden sie sich weniger interessieren als füreinander, Menschen hätten sich als bis dato intelligenteste Lebewesen schließlich auch immer nur mit sich selbst und nicht zum Beispiel mit den Tieren beschäftigt.

Seine Aufgabe bei diesem Prozess sieht der Forscher darin, diesen Superintelligenzen den entscheidenden Entwicklungsschub zu geben, quasi ihr Geburtshelfer zu sein. Danach könne er sich zur Ruhe setzen. Aber was bedeutet das für die Menschheit? Wird Künstliche Intelligenz eine die Menschen vernichtende Weltherrschaft übernehmen? Oder wird sie uns ins technologische Elysium führen, in eine Zeit ohne Armut, Verkehrstote, Hunger, Krieg oder Klimakatastrophen? 

Wohin geht der Mensch? In Konstantin Küsperts Stück «fort schreiten» hat die Menschheit trotz zivili­sato­rischer Erfolge, technologischer Errungenschaften und unermüdlichen Forschungsdrangs auf ganzer Linie versagt. Der Planet droht, von Menschen verschuldet, ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von Theater heute? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle Theater-heute-Artikel online lesen
  • Zugang zur Theater-heute-App und zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von Theater heute

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Theater heute Jahrbuch 2019
Rubrik: Neue Stücke, Seite 169
von Remsi Al Khalisi

Vergriffen
Weitere Beiträge
Wie viel Freiheit hat der Wille?

Der Kampfpilot einer nicht genau verorteten Luftwaffe – es kann sich um jedweden Krieg handeln – erkennt bei einem Einsatz, dass sein Abschussziel eine Schule ist, er verweigert den Befehl, dreht mit der Maschine ab, um die Bombe über dem Meer abzuwerfen. Jahrzehnte später stellen zwei Künstler*innen – unabhängig voneinander– auf der Biennale di Venezia – Werke...

Demokratisierte Genies

Der Begriff des Künstlergenies, des einzigartigen Kunst-Künstlers, ist für uns (Knut Klaßen und mich) wenig glaubhaft, oft hat das «Genie» einfach nur seine Mitarbeiter*innen und Referenzen unsichtbar gemacht. Oder es sind die Medien und das Publikum, die lieber einen oder zwei Namen haben wollen als gleich fünf oder zehn, wie bei einer Band, wo fast immer die/der...

Weltverbesserer oder Weltverschlechterer?

Die verflochtene Familien-, Finanz- und Wirtschaftsgeschichte «Habgier, Angst & Hoffnung. Zehn Jahre in Europa» des belgischen Autors, Regisseurs und Theaterleiters Stijn Devillé spannt einen großen Bogen von den Anfängen dieses Jahrhunderts bis zur Gegenwart und beginnt im ersten Teil seiner Trilogie («Habgier») mit einer Erzählung aus ungewohnter Perspek­tive....