Die Geisel des Systems

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Nach dem Urteil im erneuten Schauprozess gegen Kirill Serebrennikov (siehe Th 5/18 und 12/18) wegen angeblicher Veruntreuung von Fördergeldern war zunächst die Erleichterung groß. Statt der vom Staatsanwalt geforderten sechs Jahre Lagerhaft für den Regisseur und Leiter des Moskauer Gogol Centers gab es nur drei Jahre auf Bewährung und 10.000 Euro Geldstrafe. Die Anschuldigungen blieben unbewiesen, die Angeklagten widersprachen heftig.

Die eigentliche Tücke lag in einem zweiten Zivilprozess gegen Serebrennikov und seine Mitangeklagten Alexej Malobrodski und Juri Itin: Sie müssen 1,6 Millionen Euro an das russische Kulturministe­rium «rückerstatten» und dürfen bis zur Tilgung der Schuld nicht ausreisen. Serebrennikov darf darüber hinaus nicht mehr als administrativer, sondern nur noch als künstlerischer Leiters eines Theaters fungieren. In Berlin protestierten zahlreiche Theaterleiter, darunter Thomas Ostermeier (Foto), Jossi Wieler und Ulrich Khuon vor der russischen Botschaft gegen das Urteil.

Red.

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Theater heute August/September 2020
Rubrik: Magazin, Seite 71
von Red.

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/ markiert eine unterbrechung

… markiert eine pause

– zeigt an, dass eine neue person spricht

*** markiert den beginn einer neuen szene, in der die besetzung neu gemischt werden kann

♫ kennzeichnet die folgende rede als gesang

im chor sprechen alle, mit der ausnahme der vorrednerin/nen

mindestens 4 spielerinnen

Figuren:

ICH
ICH
ICH
ICH
ICH
ICH
ICH
ICH
ICH
ICH
ICH
...

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