Der schlimmste Tag seit dem Holocaust
Ich schreibe diese Zeilen am 10. Tag nach dem unfassbaren Blutbad um den Gazastreifen vom 7. Oktober. Alle Theater sind jetzt geschlossen. Zwei wichtige Premieren zum Saisonstart wurden auf ungewisse Zeit verschoben. Schauspieler wurden einberufen, und die Leute in Tel Aviv pferchen sich abends lieber in ihre geschützten Räume, denn das ist die Lieblingszeit der Hamas, um Tel Aviv mit Raketen zu beschießen. Mein Büro inmitten unseres Stockwerks liegt glücklicherweise ausgerechnet in so einem Schutzraum. Mir droht eher unterwegs Gefahr, auf der Heimfahrt.
Aber auch da sind die Sicherheitsmaßnahmen im Fall des Alarms längst Routine: Das Auto langsam an die Straßenseite fahren, mich möglichst weit weg davon hinlegen, den Kopf mit den Armen bedecken, zehn Minuten nach dem Abfangknall, der ungefähr anderthalb Minuten nach dem Alarmsignal ertönt, einfach weiterfahren.
Andere Kollegen haben mehr durchgemacht. Yahav Wiener und Shaylee Atary, ein Schauspielerpaar, lebte im Kibbuz Kfar-Aza. Am unheilvollen Samstag um 7 Uhr früh hörten sie Geschrei auf Aarabisch auf der Straße neben dem Schutzraum, in den sie sich mit ihrem einmonatigen Baby nach dem allgemeinen Alarm begeben hatten. Eine ...
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Theater heute November 2023
Rubrik: Magazin, Seite 69
von Avishai Milstein
Mancher sitzt der Schalk im Nacken. Selbst im höheren Alter noch. Ginka Steinwachs zum Beispiel: Sie hat an einem Tisch im Ballhaus Ost Platz genommen, um einen «Poetikimpuls» zu platzieren, und also wirft sie, eher locker als impulsiv, immer wieder einen Ball ins Publikum. Weil dies ja schließlich ein «Ball-haus» sei. Wir, die Zuschauer, bringen ihn wie ihre...
AALEN, THEATER DER STADT
19. nach Hodgson Burnett, Der kleine Lord
R. Julius Max Ferstl
ALTENBURG/GERA, THEATER
26. nach Brüder Grimm, Der Teufel mit den drei goldenen Haaren
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30. nach Brüder Grimm, Schneewittchen und die sieben Zwerge
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ANNABERG-BUCHHOLZ, EDUARD VON WINTERSTEIN THEATER (ETO)
11. Ellis, How to date a Feminist
R....
Das Käuzchen schreit, die Fichten leuchten düster im Mondlicht, grobe Mannschaftszelte drängen sich im Halbkreis auf der Lichtung, ein Lagerfeuer lodert vor sich hin. Bär(t)ige Männer greifen nach der Kaffeekanne, stimmen schleppend völkisches Liedgut an (Musik Tristan Brusch), lassen antisemitische Bemerkungen fallen, tragen seltsame Abzeichen am Ärmel. Vorne...
