Das Ende des Patriarchats!

Yael Ronen & Company «Rewitching Europe»

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And this is where the script ends ...» bekennt Orit Nahmias, das Bühnen-Alter-Ego von Yael Ronen, in deren letztem Stück «Yes but No» etwa nach der Hälfte der Aufführung. Das Publikum hat bis zu diesem Zeitpunkt eine hochaktuelle Auseinandersetzung mit dem Sprechen über Sex, Macht und Missbrauch im Verhältnis der Geschlechter nach #MeToo erlebt. Es hat Ausbrüche und Zusammenbrüche verfolgt, mitgefühlt und mitgedacht. Und all das war, wie immer bei Yael Ronen, bis zum kleinsten Versprecher geschrieben und inszeniert.

Das Script endet hier, und die Zuschauer*innen können, wenn sie sich dafür entscheiden, in einem zweiten Teil des Theaterabends während eines Workshops mit den Schauspieler*innen selbst Forschende und Handelnde werden. Wie kommunizieren Frauen und Männer miteinander, und wie können sie ändern, worunter sie leiden, privat und politisch? Ganz am Ende des Abends sprechen dann auch die Männer des Publikums. Sie reden darüber, was sie gerne wären, schwach, verletzlich, zärtlich, liebevoll, und sie reden über eine Gesellschaft, die ihnen nicht wirklich erlauben will so zu sein. Sie sprechen vom Patriachat.

Ein Jahr später nun fragt das neue Stück, an dessen Entwicklung Yael ...

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Theater heute Jahrbuch 2019
Rubrik: Neue Stücke, Seite 176
von Jens Hillje

Vergriffen
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Impressum 2019/20

Die Theaterzeitschrift im 60. Jahrgang
Gegründet von Erhard Friedrich und Henning Rischbieter


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Herausgeber

Der Theaterverlag – Friedrich Berlin


Redaktion

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Redaktionsbüro

Martin Kraemer


Gestaltung

C...

Deutschsprachige Erstaufführungen 2019/20

B
Clare Barron

Dance Nation (Schauspiel Hannover)
Sarah Berthiaume
Nyotaimori (Theater Osnabrück)
Alice Birch
Anatomie eines Suizids (Deutsches Schauspielhaus Hamburg)
Frederik Brattberg
Wieder da (Schauspiel Frankfurt)

C
Mustafa Can

Die Farbe des Morgens an der Front (Theater Paderborn)
Ebru Nihan Celkan
Last Park Standing (Schauspiel Stuttgart)
Tim Crouch
Ich, Malvolio...

«Gestatten, Ungepflegt!»

Und stockt kurz sie, die Wutentbrannte, stockt, um ihrem Gegenüber die schlimmste Beschimpfung an den Kopf zu werfen, die ihr einfallen konnte: «Du Künstler!», krächzt die aufgebrachte Passantin Christoph Schlingensief bei der Aktion «Ausländer raus!» entgegen. Mittlerweile ist es fast 20 Jahre her, dass Schlingensief mit seinen Containern vor der Wiener Staatsoper...