Bücher: Pallas Athene in voller Rüstung
Volker Klotz, 90 Jahre alt und noch immer emsig unerforschte Erzählstrukturen, obskure Märchenmotive und unerhörte Künste entdeckender Literaturhistoriker, Dramaturg und Theaterkritiker hat kürzlich seinen immer unkonventionell gestalteten Studien- und Handbüchern über die Operette, über Possen und bürgerliches Lachtheater, zur Radikaldramatik, zur Dramaturgie des Publikums oder zum Telefon auf der Bühne noch reizvoll verquere, streitlustige Erinnerungen hinzugefügt. Sie bekunden gegenüber seiner akademischen Zunft und dem oberflächlichen Kulturbetrieb verächtlichen Spott.
Auch rückblickend nimmt Klotz keine Rücksicht auf gängige Regeln und politische Usancen. Er sucht die Abenteuer und Erkenntnisse auf den abgelegenen, unbequemen und recht pikaresken Wegen.
Wenn er auch eine Art Bilanz seines Lebens zieht, soll der Leser dennoch die Schilderung seines akademischen Werdegangs, seine Lehrerfahrungen im In- und Ausland nicht als Lebensrückblick rezipieren, sondern als Streitschrift eines Lehrlings, der seinen Handwerksmeisterbrief erwirbt, immer bestrebt, die Artefakte zu erkennen und sich ihnen gegenüber offen zu zeigen. Keine Memoiren also, sondern Lebenslauf-Schritte im Sog der ...
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Theater heute August/September 2021
Rubrik: Magazin, Seite 61
von Klaus Völker
always try to be nice
but never fail to be kind
haus arbeiten
tommi wippel, drittschlechtester schüler der juppi-meier-schule klasse 7b, war nervös.
Beerbauch wippel!
er hatte zwar diesmal seine hausarbeiten gemacht, ehrlich, hochundheilig versprochen und wird auch nicht gebrochen, aber der lehrer dr. beerbauch machte sich einen heidenspaß und ein persönliches...
Was die Kunst, was das Theater kann und soll – die Fragen scheinen nach der Pandemie einerseits beantwortet: den Blick weiten, uns unserem Alltag und seinen immergleichen Problemen entreißen, um uns mit den Fragen anderer Menschen konfrontieren, mit ihrem Wünschen und ihrem Begehren, nachdrücklich, ästhetisch herausfordernd. In einem festgelegten Zeitraum, den ich...
Im Nachhinein erscheint es mir seltsam, ja vielleicht sogar verlogen, dass ich selbst nie mit der Geisterbahn gefahren bin. Sie wurde 1998, dem Jahr meiner Matura, in unserem Hinterhof errichtet, der auf allen Seiten von fünf- bis sechsstöckigen Mietshäusern umstanden wird. Ich weiß noch, wie meine Mutter sich über den Lärm der Baumaschinen beklagte. Wochenlang...
