Aufführungen
Jetzt ist es vorbei: Nach neun Erfolgsjahren am Berliner HAU verlässt Intendant Matthias Lilienthal Haus und Stadt. Zum Abschied folgte er noch mal dem alten Motto Überforderung mit 24 Stunden «Unendlicher Spaß» und einer weitläufigen «Weltausstellung» auf dem Tempelhofer Feld. An den Münchner Kammerspielen schlägt Michael Thalheimer zum ersten Mal auf mit Shakespeares «Sommernachtstraum», und Ulrich Seidl lässt «Böse Buben/Fiese Männer» im Keller wüten.
Der Möglichkeit des Protests widmen sich in Frankfurt Kevin Rittberger mit «Lasst euch nicht umschlingen, ihr 150000000» und in Stuttgart Martin Heckmanns: «Wir sind viele und reiten ohne Pferd» (der vollständige Stückabdruck liegt diesem Heft bei)
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Theater heute August/September 2012
Rubrik: , Seite 21
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Erst vor Kurzem beschäftigte das Stuttgarter Staatsschauspiel sich en passant mit Albert Camus’ «Die Gerechten» (1949). Im nahe gelegenen Tübingen folgte jetzt mit Jean-Paul Sartres «Die schmutzigen Hände» (1948) das nächste Stück rund um die Frage, ob der politische Mord zur Durchsetzung hehrer Ideale gerechtfertigt sei. In beiden Fällen greift ein mit linken...
Was für ein moderner Mann. Wechselt die Frauen wie die Hemden und behandelt sie wie Putzlappen, und wenn sie dabei sanften Widerspruch anmelden, haut er ihnen eine «aufs Maul», wie es dann heißt. Der prähistorische Macho, intellektuell bestenfalls auf Tresenhöhe und nicht einmal zu einem kleinen Raubüberfall in der Lage, trifft zumindest bei Molnar auf die...
So ein Plot muss einem erst einmal einfallen: Hindu-Gott Ganesh – das ist der mit dem Elefantenkopf – reist im Zweiten Weltkrieg aus Indien nach Deutschland. Seine Mission: Er will den Nazis das Hakenkreuz, ein Derivat der hinduistischen Swastika, wieder wegnehmen. Ganesh begegnet gleich einmal Doktor Mengele (der sich natürlich sehr für diesen bizarren...
