Anwesenheit durch Abwesenheit

Helgard Haug hat sich zwar fröhlich reproduziert, sucht aber nach neuen Formen und Maßstäben

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Oh nein – ich bin zu spät dran. Ich wollte diesen Text am Erdüberlastungstag 2023 schreiben. Am «Earth Overshoot Day», wie er so schön heißt. Dem Tag, an dem alle verfügbaren natürlichen Ressourcen für ein ganzes Jahr aufgebraucht sind. Letztes Jahr – so erinnerte ich mich – fiel er in Deutschland auf Ende Juli; dass er sich 2023 auf Anfang Mai vorverschoben hat, schockiert mich.

Wir sind also zu spät dran! Denn nun schreibe ich diese Gedanken zu einem Zeitpunkt, an dem Deutschland bereits drei Erden braucht, um seinen Bedarf an natürlichen Ressourcen zu decken.

Klar, schlimmer geht immer: Der berechnete Erdüberlastungstag von Katar war bereits am 10. Februar. Andere Länder erreichen ihn dagegen gar nicht. Dazu gehören Afghanistan und Burundi. Im Kleinen verändert sich einiges – das ist gut und wichtig: Auch bei unseren Produktionen fliegen wir viiiiiel weniger, fahren auch bei seeeehr laaaaangen Distanzen Bahn (erfreulicherweise wird das mittlerweile auch ohne Murren von Gastspielorten übernommen, die früher auf das Billigfliegen bestanden), wir bemühen uns, beim Entwickeln von Bühnenbildern ressourcensparend zu sein und die Weiterverwendung schon vor dem Bau mitzudenken. Alles ...

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Theater heute Jahrbuch 2023
Rubrik: Verzicht, Seite 57
von Helgard Haug

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Uraufführungen 2023/23

Nora Abdel-Maksoud
Doping (Münchner Kammerspiele) 
Sina Ahlers
Sie sagen Täubchen, ich sag Taube (Landestheater Detmold) 
Emre Akal
Goldie (Schauspiel Leipzig) 
Sally Anger und Konstantin Küspert
Chemie bringt Brot, Wohlstand und Schönheit (AT) (Junges Nationaltheater Mannheim) 
Lola Arias
Happy Nights (Theater Bremen) 
Pavlo Arie, Martín Valdés-Stauber und...

Queering the narrative

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