No step without movement
Tänzer. Ein Metier für Körper, Geist und alle Sinne. Kunst und Handwerk. Unerklärliche Berufung und harte körperliche Arbeit. Wer den «Beruf: Tänzer» ergreift, ist in jedem Fall: ein Überzeugungstäter. Nach einer langen, fordernden, hochspezialisierten Ausbildung muss man den Sprung auf die Bühne erst noch schaffen. Einmal dort, ist mit geregelten Arbeitszeiten so wenig zu rechnen wie mit Lohnfortzahlung im Krankheitsfall. Dafür endet die durchschnittliche Tänzerlaufbahn noch vor der Lebensmitte. Wenigstens beginnt der Zauber oft schon im Kindesalter.
Wo unbedingt die richtigen Weichen gestellt werden müssen, wenn daraus eine traumhaft gelungene Karriere werden soll wie die der Pariser Star-Ballerina Aurélie Dupont, die Dorion Weickmann für uns besucht hat.
Stadttheater, Musical, freie Szene, vom Ballett über das Tanztheater zur zeitgenössischen Performance-Kunst – Tänzer sind auf den folgenden Seiten unsere Gewährsleute für ihren so vielgestaltigen Wunschberuf. Sie verraten uns, worauf es bei der Ausbildung ankommt, welche Klippen man beim Berufsstart zu umschiffen hat und wie man nebenbei in einer Arbeitsmarktrealität überlebt, die auf Tänzer nicht vorbereitet scheint. Beweglich ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Was hat die Maniküre mit den liturgischen Ges-ten eines Bischofs gemeinsam, was soll ein Pferdedoktor mit einem Kampfpiloten gemein haben, was eine Goldschmiedin mit einem Plakatekleber? Alle lieben ihren Job. Alle üben ihn mit Hingabe aus, und alle tun es geschickt mit ihren Händen. Darum heißt das, was einst eine Kunst genannt wurde: Handwerk.
Pascale Houbin...
Die zierliche Gestalt, die das Fotoarchiv des Palais Garnier betritt, in dem sich Abzüge aus den letzten achtzig Jahren stapeln, ruft in der Besucherin sofort ein Bild wach: Duponts entwaffnende Schönheit erinnert an die ebenmäßig ernsten Züge der jungen Romy Schneider. Straff zurückgenommene dunkelblonde Haare lenken den Blick auf große, sprechende Augen und...
Sinn für Richtung. Oder Wissen um die Richtung? Auch Wesen der Regie. «A sense (essence) of direction» ist mehrdeutig. Für Choreografen und Lebenskünstler formuliert der Satz ein Überlebensprinzip. Doppelsinnige, dialektische, irreführende und Markierungen setzende Botschaften adressieren Thomas Plischke und Kattrin Deufert an die Zuschauer in ihrer auf Kampnagel...
