Brief aus Rio de Janero

Sandra Luzina über Körperkult und Tanz mit Mixed Abilities

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Die Stadt am Zuckerhut becirct die Sinne – sie tut aber auch weh. Sie birst vor Schönheit. Und aus ihr birst die Armut. Mittendrin versucht es einmal im Jahr eine Tanzplattform namens Panorama, diese ganze Megapole von einem Ende zum anderen zu bespielen, also auch in die Randbezirke zu gehen. Neben gediegeneren Theatern im Stadtzentrum gibt es dort Kulturzentren, die so heilige Namen wie den von São João de Meriti tragen und an der Grenze zu einer der Favelas stehen. Kommt man dort an, sitzen neben einem gerade noch zwei Schulmädchen in Uniform im Saal. Das war’s.

Der Sponsor Petrobras habe sich kurzfristig zurückgezogen, heißt es, es konnten keine Busse für den Transport bereitgestellt werden. Ein Festival hat eben ein Zentrum, die Peripherie scheint dagegen unerreichbar.

Dabei spielt genau dieser Unterschied im brasilianischen Tanz gar keine Rolle. Gerade abseits der Metropolen, auch in den Provinzstädten, ist die wesentlich vitalere Szene zu finden. Wie Marcelo Evelin und sein Kollektiv Núcleo de Criação do Dirceu aus Teresina. Auch bei ihnen passiert, was das Festival Panorama nicht zeigen kann: dass avancierte künstlerische Arbeit und kommunales Engagement sich nicht ...

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Tanz April 2009
Rubrik: Brief, Seite 49
von Sandra Luzina

Vergriffen
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Händels Terpsichore

Als «George Frederick Handel» am 14. April 1759 in seinem Haus an der 25 Brook Street in London starb, wurde er als Englands größter Komponist verehrt, obwohl gebürtiger Deutscher und hier nur adoptiert. Mit der Oper assoziierte man ihn überwiegend, da er deren Form lange in Italien studiert hatte, später mit seinen Oratorien. Ballett schrieb Händel nur eins.

Umso...

Akram Khan

Akram Khan ist dieses Jahr dran mit Blümchenpoesie. Immer zum 29. April, wenn die UNESCO zu Jean-Georges Noverres Geburtstag den Tag des Tanzes ausruft, bittet der große Vorsitzende des Internationalen Tanzkomitees des Internationalen Theaterinsitituts, Alkis Raftis, um eine besinnliche Botschaft. Es sah so aus, als sei der Grieche in der Klemme. Niemand wollte ihm...