Ashes

... oder die Eruption eines Talents. Wie Koen Augustijnen das Rezept von Platel und Cherkaoui so geschickt neu erfindet, dass Thomas Hahn ihn beinah für das Original hielt.

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Ob uns der graue Beton nicht vorgekommen wäre wie von Asche überzogen, fragt Koen Augustijnen nach der Premiere im Théâtre de la Ville. Nö. Dazu sieht sein Terrassenhaus auch viel zu sauber aus, geradezu einladend mediterran. Da würde man glatt morgen einziehen. Seine Scharen von Musikern, Sängern und Tänzern schienen sich auf den Balkonen und Terrassen da oben auch sehr wohl zu fühlen.

Aber Augustijnen insistiert.

Der Titel ist doch «Ashes»! Das haben wir natürlich gelesen, auch, dass Koens ursprüngliche Inspiration ein Foto vom Ausbruch des Pinatubo-Vulkans auf den Philippinen war. Doch bei hundert Prozent Asche im Titel, und auf der Bühne ein wenig Staub in den Kleidern, da sehen wir das Ganze doch lieber metaphorisch und spüren intuitiv, dass in aller Asche auch die Symbolik des Neubeginns liegt. Das war, als hätten wir neunzig Minuten lang Doktor Faustus persönlich auf seinem Osterspaziergang begleitet.
Paris war erst die dritte Station einer langen Tournee. Da bleibt Belgiens Nachwuchsstar noch viel Zeit, die Rezeption seiner Rezeptur genauer zu erforschen. Immerhin: Es war sein bisher prickelndstes und gelungenstes Stück. Es strahlt eine Frische aus wie die ersten Erfolge von ...

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