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sasha waltz
beendete ihr letztes Interview für eine Buchreihe namens «Nahaufnahme» im Sommer 2007 mit einem «ganz banalen Wunschtraum»: «Mal wieder richtig Zeit zu haben.» Das war nötig. Denn vier Jahre später erzählt sie Michaela Schlagenwerth mit großer Offenheit, in welchem Zustand sie damals tatsächlich war.
Bei der Wiederaufnahme ihres Stücks «Twenty to Eight» tanzte sie mit Nasser Martin-Gousset: «Und da mitten in der Bewegung fliegt mir der Körper weg … Ich hatte buchstäblich nicht mehr das Gefühl, Boden unter den Füßen zu haben … Diese Überflutungen konnte ich nicht mehr sortieren.»
Ihre Erschöpfung drückte sich als körperliche Depression aus. Nicht der Erfolg, der Druck war zu groß. Seitdem hat Waltz weitere vier Opern inszeniert und vier Museen in ihren «Dialoge»-Projekten in Tanzräume verwandelt. Zwei Interviews dazu ergänzen nun die zweite Auflage ihrer «Nahaufnahme», und in einem dritten, im letzten Sommer geführten orakelt sie abermals: «Ich würde mir gern andere Gebiete erschließen … eine Zeit lang nach Indien gehen … vielleicht in einem Ashram leben und meiner Spiritualität mehr Raum geben … Ich möchte schon noch sehr viel.»
Arnd Wesemann
«Nahaufnahme ...
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Tanz Juli 2012
Rubrik: medien, Seite 60
von Manuel Brug, Frankziska Buhre, Arnd Wesemann
anne teresa de keersmaeker veröffentlichte soeben ihr zwischen 1982 und 1986 entstandenes Frühwerk: als Buch, auf DVD, per Video-Lecture. Bei der Vorstellung von «A Choreographer’s Score» in Paris hat sie die wichtigsten Strukturen auch live demonstriert.
Sie waren wie eine tanzende Rockband. Vier junge Frauen beschießen die Welt mit herausfordernden Blicken. Auf...
benois de la danse___
pierre lacotte
ein wirklicher Grandseigneur, erhielt beim diesjährigen «Tanz-Oscar», dem «Prix Benois de la Danse», seinen Lebenswerk-Lorbeer. Kurz nach seinem achtzigsten Geburtstag wurde er in Moskau für seine Verdienste um die Tanzkunst ausgezeichnet. Von «La Sylphide» über den «Pas de Quatre» bis «Coppélia» hat kein anderer so viele...
im august/september: die live-übertragung______
von der Ballettbühne in ein anderes Medium, den Kinosaal, ist der ganz große Trend des Jahres. Die Pariser Oper gründet dazu eigens eine Gesellschaft, die ihre Rechte an den Screenings verkauft. Auch die Museen ziehen mit, wenn etwa Jérôme Bels reale Lecture Performance im Londoner Tate Modern als Stream im Internet...
