persönlich
...ist gerade noch in Israel. Während Mails hin- und hergehen und endlich ein Telefontermin gefunden wird, überschlagen sich dort die Ereignisse: Einmal mehr ist der Versuch, in Tel Aviv ein Konzert mit Werken Richard Wagners zu organisieren, im ersten Anlauf gescheitert. Seit 1938 gibt es keinen offiziellen, wohl aber einen inoffiziellen und umso wirkungsvolleren Bannstrahl gegen Hitlers Leib- und Magenkomponisten, dessen Pamphlet «Das Judenthum in der Musik» zu den schändlichsten Zeugnissen des Antisemitismus gehört.
Sofern nicht die Shoa-Überlebenden selbst jede Wagner-Aufführung verhinderten, taten es ihre Nachfahren unter Verweis auf den widerlichen Zungenschlag und den Judenhass des Herrn vom Bayreuther Grünen Hügel. Schließlich hat der «Wagala-weia»-Autor – wie viele andere Geistesgrößen auch – eine jener Giftfackeln entzündet, die am Ende den Scheiterhaufen des Genozids in Brand setzten.
Saar Magal ist in Israel aufgewachsen. Ohne Wagner also. Mitte der 1990er-Jahre kam sie nach Europa, studierte Tanz am Laban Centre in London, begann zu choreografieren. Dann trat der Regisseur Krzysztof Warlikowski in ihr Leben, und mit ihm Richard Wagner. 2008 brachte das Theatertandem in ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Tanz Juli 2012
Rubrik: menschen, Seite 33
von Dorion Weickmann
Sylvie Guillem,
Sie haben 1989 das Ballett der Pariser Oper verlassen und sind als freie Künstlerin zum Weltstar geworden. So viel Wagemut ist im Tanz selten, eine solche Karriere auch. Wie kommt das? Ich denke, Tänzer sind ein wenig zu diszipliniert. Sie werden vom ersten Moment der Ausbildung, die in der Regel in sehr jungen Jahren beginnt, infantil gehalten....
Horst Koegler war nicht der Einzige, der über die «Sylvia» von László Seregi einst ins Schwärmen geriet. «Die ganze Choreografie», schrieb er 1973, «ist ein Füllhorn witzigster und sprühendster, durchgehend aber striktest dramaturgie- und charakterbezogener Einfälle – nie grob, nie direkt, nie vulgär, immer lächelnd, immer heiter, immer charmant.» Eine...
_____deutschland
Aachen
SPACE im Ludwig Forum Aachen
Das neugegründete Tanzensemble des DasDa Theater unter der Leitung von Heike Sievert zeigt «Schräglagen», ein Tanztheaterstück nach Motiven aus «Der Mann, der seine Frau mit einem Hut verwechselte» von Oliver Sacks.
1. Juli dasda.de
Theater «Activity», ein John-Cage-Spiel von Annalisa Derossi und Ludger Engels:...
