mind is as in motion
Die magische Kraft des Tanzes, die Grundlagen seiner transformierenden Kraft in Worte zu fassen, das ist schwierig; noch schwieriger ist es, sie Politikern zu erklären. Unsere Kultur neigt dazu, nur Greif- und Messbares wertzuschätzen. Im Tanz aber geht es um das Ephemere, um Andeutung, um das Dazwischen.
Dabei leisten Tänzer in den verschiedenen Bereichen unserer Gesellschaft einen Beitrag nicht nur als Performer, sondern als Hüter eines dem Körper innewohnenden Wissens, gleichsam als die Händler des bewegten Denkens, die, anstatt uns Konsumgüter zu liefern, Erfahrungen möglich machen. In der Entwicklungsgeschichte des Menschen haben unsere immer weiter verfeinerten, immer analytischeren Gehirne das Kommando übernommen. Anstatt unsere entwickelte Intelligenz nach innen zu richten, um ein besseres Verständnis von unserer körperlichen Existenz zu gewinnen, oder sie nach außen zu richten, um unsere symbiotische Beziehung mit unserer Umwelt zu verstehen, scheint uns unsere Intelligenz paradoxerweise auf ein Dasein jenseits des Körpers hinzuführen, das eines denkenden Gehirns nur noch zum Entwickeln und Bedienen von Technik bedarf. Allmählich hat uns unsere rationale, technische ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Tanz Januar 2012
Rubrik: praxis, Seite 67
von
«Hell is empty!», faucht es aus der Ecke. «And all the devils are here.» In dieser kalkweißen Bühnenwelt geht das Böse um. Nur: Wer oder was ist es? Die weiß maskierten Herren mit den Pappschwertern? Eric Beauchesne, der Mann mit dem Fünftagebart, der zu Beginn geduldig am Bühnenrand Pappschiffchen faltet? Oder Sandra Marin Garcia als Luftgeist Ariel, dessen...
TV
3sat, www.3sat.de
4. Febr., 20.15h: «Alonzo King Lines Ballet»: Aus Alonzo Kings Repertoire werden zwei Choreografien gezeigt, die in San Francisco 2011 aufgezeichnet wurden: «Scheherazade» und «Triangle of the Squinches»
arte, www.artepro.com
7. Jan., 1.20h: «Der Nussknacker», Ch.: Aaron S. Watkin, Semperoper Ballett, Dresden, D 2011
7. Jan., 17.30h: «Metropolis»...
Am Ende dieses Dreierprogramms kullert die leichte Muse herbei: Die Wiesbadener Tänzer geben sich in Kleidern und Kniebundhosen und mit staubenden Perücken der Musik Wolfgang Amadeus Mozarts hin, in «Sechs Tänze», Jiří Kyliáns Evergreen von 1986.
Hurtiges Tempo bei kleinstteiliger Präzision kennt man auch von Stephan Thoss. Als nehme er sich die Partygesellschaft...
