Tanzen nicht erwünscht. Verbotsschild in Tokio
Wunschzettel
Es ist wieder so weit. Wir sind im Monat der schönen Wünsche. Weihnachten. Neues Jahr. Gute Vorsätze. Davor gibt’s natürlich den «Nussknacker», danach natürlich ein Katerfrühstück. Aber was wünschen wir uns in diesen Zeiten? «Weltfrieden» klingt schrecklich, obwohl es berechtigterweise der Klassiker ist unter allen guten Wünschen. Plastiklose Weltmeere ist auch so ein scheinheiliger Wunsch, steht er doch im klitzekleinen Widerspruch zu all den bunten Weihnachts-Gadgets, mit denen wir uns bald trösten werden. Natürlich könnte man auch Fair Trade verschenken.
Geht aber nach hinten los, sollte der oder die Beschenkte vom Theater leben wollen. Gemeint ist jene Institution, die sich seit Juli dieses Jahres für ihre Gäste auf eine Mindestgage von 200 Euro pro Vorstellung einlässt, plus Probenhonorar von 90 Euro am Tag, sprich: 11,25 Euro brutto pro Stunde – mit Ausnahme sogenannter kleiner Rollen, die nur 150 Euro pro Vorstellung und ein Probenhonorar von- 60 Euro pro Halbtag einbringen. Bei maximal fünf Vorstellungen pro Monat ist das alles andere als Fair Trade, denn Tanzschaffende, das versteht sich aus Verwaltungssicht, spielen immer nur eine «kleine Rolle». Hinter uns liegt aber ...
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Tanz Dezember 2017
Rubrik: Editorial, Seite 1
von Arnd Wesemann
Auf diesem Thema war der Deckel geradezu festbetoniert: sexuelle Belästigung im Ballettsaal, im Tanzstudio, in der Garderobe, im Direktionsbüro? Kein Kommentar! Allenfalls hinter vorgehaltener Hand … Der Weinstein-Skandal in den USA und seine weltweiten Nachbeben sorgen dafür, dass sich nun auch die Tanzszene mit Übergriffigkeit und Übergriffen bis hin zu...
Deutschland
Bad Soden
Ballettschule Ulrike Niederreiter
Dipl. Ballettpädag. Ballett/Jazz/Modern/Charakter/tänzerische Früherziehung. Ausbildung bis zur Akademiereife. Ballettmärchen. An der Trinkhalle 2B, D-65812 Bad Soden/Ts., Tel. +49-6196-228 49
Bamberg
Tanzwerkstatt
Stätte für Zeitgenössischen Tanz. Nürnberger Straße 108 k,...
Das Augsburger Theater wohnt, so lange das große Haus saniert wird, im proper hergerichteten Textilviertel der Stadt in einem Zweckbau. Die Sicht von der Tribüne ist überall fabelhaft, während die ersten Reihen sozusagen mitten im Orchester sitzen. Es tost einem Tschaikowskys «Schwanensee» um die Ohren. Hinter den Musikern feiern Königs den 18. Geburtstag ihres...
