Workshop mit Yasmeen Godder: Morning technique
Yasmeen Godder, Sie unterrichten bei den «Potsdamer Tanztagen» «Morning Technique». Was verbirgt sich hinter dem Begriff?
Eine Mischung aus Yoga und Release, auch wenn ich keine Release- oder Yoga-Lehrerin bin. Ich gebe in Israel seit zwanzig Jahren Klassen für Tänzer. Immer morgens. Darum heißt die Technik so, um den Körper auf das nachfolgende Training oder auf die Proben vorzubereiten.
Wann immer es um Yasmeen Godder geht, fällt derzeit der Begriff «Störung», auf Hebräisch «Hafra’a», eine Technik, die Parkinson-Patienten helfen soll.
Hat die eine mit der anderen Technik zu tun?
Vermutlich ja. «Störung» beeinflusst den Körper auf kreative Art. Das kann die «Morning Technique» auch. Alles kommt ja aus meiner Lehrerseele. Bei den Parkinson-Patienten beginnt das Warm-up auf einem Stuhl. Die Morgenklasse beginnt auf dem Boden. Aber die Art, wie man sich mit der eigenen Anatomie verbindet, mit dem Raum und dem Atem, ist dieselbe. Alle Tanztechniken heilen den Körper und befreien ihn.
Wenn abends bei den «Potsdamer Tanztagen» das Stück «Demonstrate Restraint» gezeigt wird, geht es da nicht um das genaue Gegenteil, wörtlich darum, Zurückhaltung zu zeigen?
In meinem Stück geht es ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Tanz Mai 2019
Rubrik: Praxis, Seite 64
von Arnd Wesemann
Deutschland
On tour
DanceWorks Chicago
gastiert mit dem Programm «Always Moving»: Bad Kissingen, 8. Mai; Oldenburg, Staatstheater, 10.–12. Mai; Bremerhaven, Stadttheater, 13.–15. Mai; Friedrichshafen, 17., 18. Mai; Oldenburg, Staatstheater, 14.–16. Mai;
www.danceworkschicago.org
Altenburg
Landestheater
Das Thüringer Staatsballett tanzt «Liberace – Glitzer,...
CD des Monats: Let’s dance
Nein, mit der RTL-Tanzshow hat die CD wirklich nichts zu schaffen. Der Titel «Let’s dance!» ist denn auch der einzige Missgriff, den sich Hanna- Shybayeva (oder doch wohl eher Ars Produktion) leistet. Populismus jeglicher Art liegt der 40-jährigen Pianistin aus Minsk fern. Quer durch vier Jahrhunderte ertastet sie auf einem...
Während sich Halles verdienstvoller Ballettchef Ralf Rossa gerade in den Ruhestand verabschiedet hat, tun sich an anderer Stelle ganz neue Perspektiven auf: Die vierte Sparte der städtischen Bühnen, das Puppentheater, zeigt eine «Coco Chanel», die in Zusammenarbeit mit der norwegischen Kompanie des Choreografen Jo Strømgren entstanden ist. Die Dritte im Bund ist...
