Widerstand

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tritt in der Natur immer dort auf, wo Energie nur noch in eine Richtung gebündelt wird. Bei jeder Stromleitung ist er da, der Widerstand. Er entsteht von selbst, wenn eine Regierung, sagen wir die israelische, jene Künstler verdrängen will, deren Kunst oder Anschauungen mit den ihren nicht übereinstimmen. Der bekannte Choreograf Arkadi Zaides, der sich in den Körper eines für ihn unsichtbaren Gegners, des Palästinensers, hineinversetzt, wird von seiner finanziellen Energiezufuhr nun abgeschnitten (Seite 64).

 Schon liegt etwas in der Luft, eine Spannung, die einen Künstler nicht gleich zu offener Rebellion treibt. Wenn aber die Mehrheit zu wissen meint, was richtig ist in der Kunst, dann treten Abweichler auf den Plan. So geriet auch der spanische Tänzer Israel Galván außerhalb die Traditionslinien. In Wahrheit setzt sich kaum einer so gründlich mit der Tradition des Flamenco auseinander wie er (Seite 18). 

Widerstand bohrt sich insgeheim aus dem Untergrund, auch in Marseille, der Zweitheimat von Emio Greco und Pieter C. Scholten. In ihrem neuen Stück «Extremalism» (Seite 8) wollten die beiden alle Spannungen und Konflikte harmonisch ausgleichen. Aber der Unterstrom ihrer ...

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Tanz August-September 2015
Rubrik: Editorial, Seite 3
von

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