wayne mcgregor
Wayne McGregor
was haben Sie sich für den Tanz am 14. Juli auf dem Trafalgar Square einfallen lassen? Ich dachte, im Geist von Olympia wäre es falsch, wenn nur eine Person den «Big Dance» choreografiert. Jeder der 2000 Menschen sollte selbst etwas beitragen können. Das ist viel kreativer. Eine ganze Reihe von Mentoren hat in zehn Wochen mit den teilnehmenden Gruppen daran gearbeitet, ihre eigenen Choreografien zu entwickeln. Dafür haben wir Arbeitsmaterialien und -anleitungen zusammengestellt.
Am Ende stehen 45 Minuten Tanz, in dem ich das Material der Gruppen verwende und in meine Choreografie einfüge. Das ist wie ein Puzzlespiel. Nicht alle Beteiligten werden das Gleiche tanzen. Es wird ein Stück sein auf einem schwierigen Platz, was aufregend ist. Denn schon der Platz zieht viele Menschen magnetisch an.
Was reizt Sie daran, mit so vielen unterschiedlichen Körpern von ganz unterschiedlichen Menschen zu arbeiten – eben von Laien bis hin zu Balletttänzern? Ich stelle mich gern Herausforderungen. Meiner Ansicht nach hat jeder Mensch eine persönliche Signatur. Als Choreograf ist es meine Aufgabe, mit diesen persönlichen Signaturen zu arbeiten. Das lehrt mich etwas, das sagt mir etwas. ...
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Tanz Juli 2012
Rubrik: ideen, Seite 64
von Franziska Buhre
Die einen laufen hinter dem Ball her, die anderen nennen es den kleinen Ball, ein Ballett. Niemand sähe darin irgendeine Verwechslungsgefahr. Deshalb hat auch noch keiner versucht, das Wort «Ballett» markenrechtlich schützen zu lassen. Was durchaus eine Überlegung wert wäre, denn dieser Tage ist der Sport besonders mächtig und genießt die volle Sympathie der...
Sie sind die Top-Interpretin von Marie Chouinard und haben im Frühjahr vier Wochen lang mit den Ballets de Monte-Carlo gearbeitet, um diesen als erster Kompanie überhaupt Chouinards «bODY_rEMIX/les_vARIATIONS_gOLDBERG» zu übergeben. In der Originalversion ist es ein Stück für neun Tänzer, hier nun für zwanzig. Das heißt, Sie haben der Kompanie vor allem eine...
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beendete ihr letztes Interview für eine Buchreihe namens «Nahaufnahme» im Sommer 2007 mit einem «ganz banalen Wunschtraum»: «Mal wieder richtig Zeit zu haben.» Das war nötig. Denn vier Jahre später erzählt sie Michaela Schlagenwerth mit großer Offenheit, in welchem Zustand sie damals tatsächlich war. Bei der Wiederaufnahme ihres Stücks...
