Dieter Heitkamp

über die Emanzipation des Tanzes?

«To be a performing artist in the next century, you have to be an educator, too.»  Sir Simon Rattle

Stellt sich die Frage: Why not in this century? Jeder Musiker, jede Tänzerin, jeder Schauspieler, jede Regisseurin sollte in die Lage versetzt werden, ihre oder seine Ideen zu vermitteln und diese umzusetzen. Junge Künstler müssen überdies mehr als ihr Handwerk beherrschen, sie müssen lernen sich zu artikulieren, zu argumentieren, politisch und strategisch zu denken, sich eine Lobby zu verschaffen.

Wer würde diese Arbeit sonst übernehmen? Produzenten, Manager, Verbandsvertreter haben oft eine sehr andere Sicht auf die Dinge.

Im Tanz gibt es den Begriff des placement, das heißt  so viel wie Platzierung oder Ausbalancierung, um auf einer stabilen Basis aufbauend dem Denken und dem Körper eine Ausrichtung zu geben. Das ist nicht mit Haltung zu verwechseln, denn Balance ist flüssig. Es geht um effektiven Krafteinsatz, das Vermeiden unnötiger Spannungen. Flexibel zu sein, heißt nicht, keine Stellung zu beziehen, sondern lässt die eigene Meinung zu.

Warum aber wird jüngst auf einem Kongress kulturelle Bildung speziell für «kleine und alte Menschen» gefordert? Schauen wir aufs Segment der ...

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Tanz August/September 2007
Rubrik: Was denkt..., Seite 112
von Dieter Heitkamp

Vergriffen