Warschau

Geister und Phantome suchen – um das Gelernte zu verlernen bis zur Schmerzgrenze

Die Mobile Akademie schöpft nicht aus dem Vollen. Sie lebt von Defiziten und schließt Lücken. Anders als andere mobile Einrichtungen wie Bofrost oder der Pizzabote kommt sie aber nicht nach Hause. Im Gegenteil: Die Teilnehmer müssen sich schon selbst auf die Socken machen – in diesem Jahr geht die Reise nach Warschau. «Ein Monat zwischen Aktionismus und Nachdenklichkeit» war all jenen versprochen worden, die sich 1999 zum ersten Mal für die Veranstaltung bewarben. Die fand im Ruhrgebiet statt und stellte die grundlegenden Techniken des Theatermachens auf den Prüfstand.

Die Arbeit der Akademie bezog sich dabei von Anfang an wesentlich auf den Ort des Geschehens. Zunächst waren es die Gänge durch die vom Strukturwandel betroffenen Industrieruinen, die das Denken über die Zukunft des Arbeitens in Gang setzten und auch die Frage nach der Umwidmung brachliegender Orte für die Kultur. Als die Akademie fünf Jahre später am «Hebbel am Ufer» in Berlin gastierte und die ständige Neudefinition von Identitäten auf der Basis erfundener Traditionen eruierte, erhielt das Thema «Fakelore» wieder entscheidende Impulse vom Unterwegssein in der Stadt. Neben den hochkarätigen Kursen ist city mapping ...

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Tanz August/September 2006
Rubrik: Sommeruniversitäten, Seite 95
von Stefanie Peter

Vergriffen
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