Vorschau

im mai: helena waldmann_________

Sie hat einen Riecher für brisante Themen: Ob Burka-Verschleierung, Demenz oder die absurden Glücksrituale des Mitteleuropäers – wann immer die Choreografin Helena Waldmann auf ein neues Stück zusteuert, schiebt sie kulturell zementierte Wahrnehmungen zur Seite, um bis dato Verborgenes ans Licht zu befördern.

Mit «Made in Bangladesh» beleuchtet sie jetzt nicht nur die ausbeuterische Schattenseite des Billigkonsums, sondern zieht eine Tangente zum Tanz – als Minilohnsektor mit gesundheitlichen Maximalnebenwirkungen und knallhartem Wettbewerb.
 

im juni: mats ek_______
Die Elogen stapelten sich nur so, als Mats Ek 2013 nach zwei Jahrzehnten Erzählabstinenz wieder einen Klassiker ins Visier nahm, um ihn gründlich durchzuschütteln. «Julia & Romeo» (tanz 8-9/13) heißt seine Shakespeare-Variation, die mit der Vorlage in bewährter Ek-Manier verfährt und fortführt, was der Schwede seit den 1980er-Jahren sporadisch ins Werk setzte: die expressive und psychologisch verdichtete Relektüre von Inkunabeln des Repertoires wie «Giselle», «Dornröschen» oder «Schwanensee». In Düsseldorf hat der so eigenwillige wie einflussreiche Choreograf eben «Rättika» zum ersten ...

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Tanz April 2015
Rubrik: Impressum, Seite 80
von

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