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im august/september: russland

Der Riese im Osten ist ziemlich ins Wanken geraten. Die Wirtschaft stockt, der Rubel rollt nicht mehr so ohne Weiteres, nur Vladimir Putin scheint fest im Sattel zu sitzen. So fest wie sein Namensvetter, der Generaldirektor des Bolshoi, Vladimir Urin. Der hat Sergei Filin abserviert und Makhar Vaziev aus Mailand geholt, um das Ballett auf Kurs zu bringen.

Aber wohin soll die Reise gehen? Wir beleuchten den Stand der Dinge in Moskau – und werfen einen Blick auch auf die russische Tanzlandschaft jenseits der Hauptstadt und jenseits der inbrünstig geliebten Klassiker-Tradition. 

im jahrbuch: grenzgänger

Jahrelang galt das «spartenübergreifende» Theater als verheißungsvolles Nonplusultra. Auch die Kunst, hoffte man, kann so schrankenlos werden wie der Verkehr innerhalb der Europäischen Union. Doch wie steht es heute tatsächlich um ästhetische Grenzgänge und Grenzgänger? Und wie bringt der Körper die politischen Verhältnisse zum Tanzen? Gibt es eine Choreografie des Konflikts? Wie reagiert die Ästhetik des Tanzes auf das Grenzwertige, das Fremde oder den Ausnahmezustand des Körpers? Eine Recherche. 

Dazu: Die internationale Kritikerumfrage nennt die Besten ...

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Tanz Juli 2016
Rubrik: sevice, Seite 80
von

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Schon mehrfach hatte John Neumeier, Ballettintendant und Chefchoreograf des Hamburg Ballett, angeregt, Olivier Messiaens «Turangalîla-Sinfonie» als Ballett auf die Bühne zu bringen. Bisher hatten die Erben – dem Wunsch des Komponisten entsprechend – eine Tanzproduktion mit diesem Werk ausgeschlossen. 1968 nämlich hatte Roland Petit das Werk in Paris choreografiert...

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Um aus dem Rahmen zu fallen, muss man erst einmal einen haben. Sidi Larbi Cherkaoui, seit fast einem Jahr als Direktor des Ballet Vlaanderen im Amt, schafft das scheinbar spielerisch. Dreimal «Ravel», das heißt bei ihm: drei Choreografen-Generationen, die sich auf unterschiedliche Weise mit dem Klangmagier und Musikimpressionisten Maurice Ravel eingelassen haben....