Ursula Cain

Heike Hennigs Tanz mit der Zeit verfilmt

Ursula Cain ist die Grande Dame des Leipziger Tanzes. Die 80-Jährige war Solistin, wurde nach 1963 Ballettlehrerin und leitet noch heute die Amateurtanzgruppe Tanzkaleidoskop. Horst Dittmann, 64, bis 1979 Tänzer in Leipzig, schlug die Choreografenausbildung danach in den Wind, lernte erst Töpferei, wurde nach der Wende Porzellanhändler, dann Sozialbetreuer. Christa Franze, 80, die religiöse Solistin in Leipzig, bot Kammertanzabende mit DDR-kritischer Thematik an, wurde Buchhändlerin und schließlich gläubige Dichterin.

Siegfried Prölß, 73, tanzte bis 1972 als Solist in Leipzig, wurde der DDR-Ballettfotograf und liebt heute Windhundrennen.

Diese vier Charaktere tanzen bei Heike Hennig in «Zeit – tanzen seit 1927» (ballet-tanz 4/06). Und in «ZeitSprünge» zusammen mit Tänzern, die 50 Jahre jünger als sie sind (wieder 14., 15. März in Mülheim, Ringlokschuppen; 19. April in Dresden, Int. Tanzwoche). Das lockt Journalisten, Lektoren, Filmemacher. Auf allen Medien wird nun getrommelt. Ein Buch, Tanz mit der Zeit von Marion Appelt, macht die Geschichte dieser DDR-Tänzer in zahlreichen Interviews bei www.ploettner-verlag.de lesbar. Den Film gleichen Namens stellt der neuseeländische ...

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Tanz März 2008
Rubrik: Celebrities, Seite 21
von Arnd Wesemann

Vergriffen
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