Tanzzeitschriften
Die ideale Leserin, der ideale Leser kommt herum in der Welt, spielt sicher auf der Klaviatur sozialen Verhaltens und hat einen Hang zum Mondänen. Das jedenfalls suggerierte die Zeitschrift «Der Tanz», die in ihrer ersten Ausgabe mit der Aufforderung für sich wirbt: «Verlangen Sie überall, in Klubs, Cafés, Hotels und Lesezimmern, die Monatsschrift ‹Der Tanz›». Die Selbstanzeige stand zwischen Werbung für einen Modesalon und für «Wohnkultureigenheimbau».
Der ideale Leser von «Der Tanz» war im Oktober 1927 modisch «up to date», ein eifriger Klubgänger, der wissen wollte, wo die besten Bands spielten und der heißeste Charleston getanzt wurde. Die Redaktion empfahl die besten Schallplatten, in den Anzeigen konkurrierten neueste Grammofone.
Der ideale Leser von «Der Tanz» interessierte sich gleichermaßen für «Toiletten zum Tanz» wie für eine Fotostrecke über Revue. Er vertiefte sich in einen seitenlangen Artikel über die «Entwicklungsphasen des modernen Tanzes», geschrieben von Max Terpis, der, obwohl Ballettmeister der Berliner Staatsoper, wusste, wovon er schrieb: Er hatte bei Rudolf von Labans Assistentin Suzanne Perrottet und bei Mary Wigman studiert, dann mit Harald Kreutzberg und ...
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Christian Spuck, 2012 als Ballettdirektor ans Opernhaus Zürich verpflichtet zu werden und das gleich für fünf Jahre: Ist das nicht ein Karrieresprung, von dem ein Choreograf nur träumen kann? Wie zielstrebig haben Sie Ihre Karriere geplant?
Wenn jemand an meiner Karriere gebaut hat, waren das andere. Ich mache meine Arbeit so gewissenhaft und gut wie irgendwie...
Am Strand zieht man Spuren durch den Sand, wagt Riesensprünge, spürt den Bewegungen eines Tintenfischs nach, läuft mit den Wellen oder lässt sich die Sonne auf den Bauch scheinen. Die Choreografin Annerose Schmidt arbeitete mit einer Klasse bei «Tanz an Bayerns Grundschulen – Kids on Stage» zum Thema Strand und Meer. Das 14-tägige Sommerprojekt veranstaltete «Tanz...
Melanie Suchy, war es schwer, elf Gruppen zu finden, die Deutschland präsentieren?
Natürlich. Und wenn du die elf endlich hast, denkst du am nächsten Tag, es waren die falschen elf. Aber solche Zweifel sind seriös. Man muss sich nichts vormachen. Die Auswahl jetzt ist das Statement.
Warum elf, in den Jahren davor, 2000 bis 2004, waren es 17 Choreografen, 2006 sogar...
