ian kaler: «o.T. | (gateways to movement)»

Man kann darüber streiten, ob die tanzbewegte Clubkultur bloß eine eskapistische Dauerparty für gesellschaftlich früh Emeritierte ist oder doch eher eine vielversprechende Parallelwelt und damit gelebte Utopie. Klar ist: Zwischen Ballermann und Berghain existieren prinzipielle Unterschiede – auch in den Musik- und Bewegungskonzepten der Besucher.

Der aus Österreich stammende Tänzer und Choreograf Ian Kaler hat vor einigen Jahren seinen Wohnort in Richtung Berlin erweitert und vor kurzer Zeit das Geschlecht gewechselt. So wurde «An» zu «Ian».

Wenn er aus einer spezifischen Clubkultur einen Teil seiner künstlerischen Ressourcen und einen Teil der daraus entwickelten Wirkungen seiner Arbeiten gewinnt, dann erkennbar in Opposition zu Ballermann oder Disco. Bei «ImPulsTanz» in Wien wurde im vergangenen Sommer Teil zwei einer neuen Werkserie mit dem Titel «o.T.» uraufgeführt – nunmehr auch zur Tanzplattform geladen.

Erst im Februar 2015 hatte das Wiener Tanzquartier das Einstiegsstück mit dem Titel «o.T. | (the emotionality of the jaw)» präsentiert: eine Soloarbeit, in der sich Kaler ganz auf das Experiment mit seiner eigenen Bewegungsmethode konzentrierte. Die unter anderem über ...

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Tanz März 2016
Rubrik: Produktionen, Seite 18
von Helmut Ploebst