online: digitaler atlas tanz

Das letzte Projekt von «Tanzplan Deutschland» soll das dauerhafteste bleiben – im Internet. Margue­rite Joly und Franz-Anton Cramer wollen die Bestände der fünf deutschen Tanzarchive – der Akademie der Künste und des Mime Centrums in Berlin, des Bremer Tanzfilminstituts, des Kölner Tanzarchivs und des Tanzarchivs Leipzig – nach internationalem Standard katalogisieren und dem Normalneugierigen zugänglich machen. Stöbern und dabei nicht erschlagen werden oder aber in die Tiefen der Bestän-de vordringen. Beides ist auf dieser Plattform möglich.

Wer fündig werden will, vom Volkstanztreffen in Rudolstadt bis hin zum Werk von Laurent Chétouane, braucht nur großen Mut zur Lücke. Chétouanes Arbeiten zu Heiner Müller sind stark verstümmelt, weil keine Rechte am Text des Schriftstellers vorliegen. Die Bestände der Akademie der Künste, die das Digitale Archiv Tanz in Zukunft betreut, sind laut Nele Hertling oft nicht ausgepackt, geschweige denn digitalisiert. Auf die Maulwürfe der Tanzgeschichte wartet viel Arbeit: Nur das, was schon gescannt ist, vom Abendzettel zur Videoaufzeichnung, könnte den schnelleren Weg in dieses Archiv finden. Die Geschichte vor 1990 muss noch umkopiert oder erst ...

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Tanz März 2011
Rubrik: medien, Seite 61
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