N.Q.Z.C

Was das heißt? Es scheint an ein flämisches Schimpfwort zu erinnern und passt überhaupt nicht zu den Mysterien und Zeremonien eines neuen Sterns am flämischen Himmel: Wayn Traub, der Künstler auf der Suche nach dem Unterschied zwischen Zivilisation und Natur. Thomas Hahn über die neue starke Kraft aus Antwerpen

Wenn Sie wählen müssten, wen würden Sie retten? Die Menschheit oder Ihre(n) Lebenspartner(in)? Mit Fangfragen aus der psychologisch-demagogischen Trickkiste erinnert Wayn Traub da-ran, wie sehr wir Mensch geworden, aber Tier geblieben sind. Denn entweder wir machen Abstriche am American Way of Life, oder es sieht schlecht aus für die Globalisierung des Wohlbefindens. Wie «N.Q.Z.C» zeigt, drücken wir uns lieber vor der Antwort und machen uns auf in den Weltraum, um eine bessere Lebensform zu schaffen.

Das Gerede von Liebe und Altruismus hält dem Praxistest nicht stand, erklären Traub und der belgische Autor Paul Pourveur, die gemeinsam den Text schrieben. Und darin steht: Unter existenzieller Bedrohung verhalten wir uns wie Tiere. Sperrt man ein Liebespaar in einen Raum, dessen Boden sich zerstörerisch erwärmt, wird schließlich der Stärkere auf den Körper des Schwächeren klettern. Am Ende des Stücks tanzen sie diesen Albtraum tatsächlich. Belgiens neuer Star der Bühnenkunst verdankt seinen Aufstieg dem Theater Toneelhuis in Antwerpen und dem Théâtre de la Ville in Paris. Er liebt es, Welten hinter der rationalen Fassade des Homo sapiens zu ergründen, von Tier bis Teufel, von den ...

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Tanz Februar 2008
Rubrik: Tanzkunst, Seite 62
von Thomas Hahn

Vergriffen