100 tanzkünstler

wagen in Köln den großen Schulterschluss. Zusammen mit Bürgern, Institutionen und Politikern wollen sie eine richtige Tanzstadt werden, eine, die diesen Namen auch verdient. Endlich

Viel Anfang war hier schon oft. An Initiativen hat es in Köln nie gefehlt. Nach jenen legendären Sommertanzwochen, dem längst versiegten Tanz-Forum Köln, nach Amanda Millers Kompanie pretty ugly tanz köln, nach dem Traum von einem Rheinschienen-Ballett, nach der Idee, Christian Spuck zum Chef einer neuen städtischen Kompanie zu küren, nach vielen Planungen und vorschnellen Versuchen, etwa ein Tanzhaus für die Kölner Szene zu etablieren, könnte man ein Buch schreiben: über verflossene und gescheiterte Träume. Kölns Tanzgeschichte ist vor allem eine Geschichte des Hoffens.

Diesmal aber könnte ein wirklicher Neuanfang gelingen. Denn diesmal ist vor allem eins ganz anders: Die Tanzkünstler treten der Stadt nicht mehr als ein Chor der Klagenden gegenüber, sondern als selbstbewusste Verhandlungspartner.

«Wir betreiben und organisieren unsere Arbeit für den Tanz jetzt wie ein Wirtschafts-unternehmen», behauptet Klaus Dilger, ein Hüne von Mann mit wilden Locken, einer, der lange nur von fern zugeschaut hatte. Wenn er «wir» sagt, dann meint er einen ganzen Verein: TanZköln. Aus der Taufe gehoben wurde er als institutioneller Arm ­einer Tanzkonferenz. Sie holte alle an einen Tisch, die mit ...

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Tanz Februar 2012
Rubrik: menschen, Seite 24
von Bettina Trouwborst