Tanz im TV
Tanz auf dem Vulkan heißt die Dokumentation über die französische Ausnahmetänzerin Sylvie Guillem. Explosiv, zäh, unberechenbar sei sie, wie ein Lavaberg. Könnte man wenigstens denken. In Wahrheit ist Sylvie Guillem deshalb ein Star, weil sie sich was traut. Drei Jahre lang hat die Filmemacherin Françoise Ha Van Sylvie Guillem beobachtet, drei Jahre lang sah sie eine Frau auf Weltreisen, die sich ständig zu übertreffen und infrage zu stellen versucht: als Schwertkämpferin in «Eonnagata» mit Russell Maliphant, in Maurice Béjarts «Boléro», in Akram Khans «Sacred Monsters».
Stets sieht man deutlich, warum sich längst jeder, jenseits aller Tanzgenres, mit ihr identifizieren kann: Entwaffnend ehrlich ist sie und träumt im Park von Versailles davon, einmal Gärtnerin werden zu dürfen – eine Bodenständige im Reich der fliegenden Tänzer. Am 8. Februar auf arte in HD.
arte
8. Febr., 21.50h; 21. Febr., 10.05h; 2. März, 3.00h: «Sylvie Guillem – Tanz auf dem Vulkan», Dokumentation von Françoise Ha Van, F 2009
10. Febr., 3.00h (Wh. vom 24. Jan.): «Garten der Lüste – die Choreografin Sasha Waltz», Dokumentation
14. Febr., 10.00h: «Schwarzer Schmetterling», Dunhuang Tanz und Staatsballett, ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Sie stehen unter neuer Leitung. Um Identität und Wurzeln soll es nun gehen. Mit seiner ersten Ausgabe des Fesivals «Les Hivernales d’Avignon» heizt Emmanuel Serafini richtig ein. Alles dreht sich um Afrika. Wo stehen Afrikas Künstler heute, da sie auf allen Kontinenten arbeiten? Da passt ins Bild, dass Salia Sanou und Seydou Boro das gerade selbst erforschen. Zum...
Wer einmal in den Abgrund einer Papiertüte blickte, weiß, was es heißt, wenn von schwarzen Löchern die Rede ist. Gleich mehrmals reißt der Performer in Lackschuhen und Anzug seine große Tüte auf und lässt das Publikum hineinsehen in gähnende, absolute Dunkelheit. Probleme der Quantenphysik, der Schwerkraft, der Existenz einer anderen Dimension schnurren in der...
In diesem Zustand kann sich der 28-Jährige leicht in Rage hineinsteigern, gerade wenn es um sein Lieblingsthema geht: den Hochmut der Ballettwelt und die, wie er findet, falsche Trennung zwischen E- und U-Tanz, zwischen hoher Kunst und vermeintlich trivialem Pop. «Tanz sind doch nicht nur die 200 Bewegungen, die man in einer klassischen Ausbildung lernt», sagt er,...
