Tanz im Oktober
london
dance umbrella
Einen Schirm spannt dieses Festival schon seit Jahrzehnten über jene tanzenden Minoritäten, die nicht zum Establishment gehören. Diesmal gerinnt «Dance Umbrella» unfreiwillig allerdings zum Anti-Brexit-Statement: Was Jamila Johnson-Small (Foto) alias «Last Yearz Interesting Negro» mit ihren all-female, all-black Offbeat-Provokationen eröffnet, ist ein einziges Statement gegen Abschottung. Der Blick geht hinaus u. a. nach Frankreich (Jérôme Bel), Griechenland (Dimitris Papaioannou), Indien (Aditi Mangaldas) und Norwegen (Hege Haagenrud).
Der für London typische Kultur-Mix zeigt eben eine Kunst, die den Körper weder in die Schranken von Schengen noch in die des Commonwealth weist.
Vom 7. bis zum 22. Oktober; danceumbrella.co.uk
bayern
transformance cityxchange
Nürnberg, Regensburg, Passau, München: Hier feiern sie ihr «Tanzjahr 2016» mit 13 Uraufführungen – die Ursprungschoreografie wird von einem Kollegen jeweils neu interpretiert. Dafür kreuzen 17 Künstler durchs Bayernland und wechseln ihr Stammrevier: Alexandra Karabelas spielt in München, Sabine Glenz spielt im Umland. Mia Lawrence und Tobias M. Draeger zeigen Neuheiten auf Festivals wie «Schleudertraum» in ...
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Tanz Oktober 2016
Rubrik: Highlights, Seite 32
von Red.
Diesmal zeigt sie ihr Gesicht. Und sie betört mit rockiger Stimme. Miet Warlop wechselt in ihrer jüngsten Produktion «Fruits of Labor», die beim «Internationalen Sommerfestival» in Hamburg Deutschlandpremiere feierte, von der anarchisch bunten Splattershow ins düstere Hard-Rock-Ambiente. Versteckten sich zuletzt in ihrem Erfolgsstück «Mystery Magnet» noch seltsam...
2015 widmete das Festival «Tanz im August» der britischen Choreografin Rosemary Butcher eine Retrospektive: «Memory in the Present Tense». Am 14. Juli ist Butcher nun, im Alter von 69 Jahren, in London gestorben. Der Katalog zur Retrospektive ist erst danach erschienen. Butcher war eine der innovativsten Choreografinnen Europas. Anfang der 1970er-Jahre kam sie in...
Ende letzter Spielzeit haben Sie in Stuttgart für Gauthier Dance ein abendfüllendes Nijinsky-Ballett erarbeitet. Und auch in der neuen Spielzeit beschäftigen Sie sich nicht eben zufällig wieder mit Ballettgeschichte: Sie choreografieren Strawinskys «Petruschka» für das Ballett Zürich. Wie kommt es zu dieser Auseinandersetzung mit der Vergangenheit? Wurde das von...
