sylvie guillem
Sylvie Guillem,
Sie haben 1989 das Ballett der Pariser Oper verlassen und sind als freie Künstlerin zum Weltstar geworden. So viel Wagemut ist im Tanz selten, eine solche Karriere auch. Wie kommt das? Ich denke, Tänzer sind ein wenig zu diszipliniert. Sie werden vom ersten Moment der Ausbildung, die in der Regel in sehr jungen Jahren beginnt, infantil gehalten. Danach sind die meisten konzentriert auf das, was sie tun, und haben im Grunde keine Vorstellung davon, was sie eigentlich wollen. Sie mögen es wahrscheinlich sogar, dass andere ihnen die Entscheidungen abnehmen.
Ich habe es irgendwann nicht mehr ausgehalten, immer Befehle und Denkverbote zu bekommen. Ich war Erste Solistin an der Pariser Oper und sagte den Chefs: Was ihr mir bietet, ist nicht genug. Die Sicherheit und das Prestige sind mir egal. Danach war ich frei. Aber natürlich liegt dann auch alle Verantwortung bei dir, ob du es schaffst oder nicht.
Sie sind recht hart gegenüber den Kollegen. Ich beschreibe nur die Realität. Die Ballettchefs wissen, dass Tänzer im Zweifelsfall die Klappe halten, und nutzen das aus. Wenn man sich heute das Programm der Pariser Oper anschaut, steht auf der Besetzungsliste nur noch: Les ...
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Tanz Juli 2012
Rubrik: menschen, Seite 24
von Sven Behrisch
...ist gerade noch in Israel. Während Mails hin- und hergehen und endlich ein Telefontermin gefunden wird, überschlagen sich dort die Ereignisse: Einmal mehr ist der Versuch, in Tel Aviv ein Konzert mit Werken Richard Wagners zu organisieren, im ersten Anlauf gescheitert. Seit 1938 gibt es keinen offiziellen, wohl aber einen inoffiziellen und umso wirkungsvolleren...
Ein kleiner, unbekannter Ort namens Pardes Hanna war Sharon Fridmans Zuhause in Israel. Heute lebt er Spanien und hat dort sein ers-tes großes Werk «Al menos dos caras» («Mindestens zwei Gesichter») herausgebracht, im Rahmen des «Festival de Otoño en primavera» in Madrid.
Aber wer ist Sharon Fridman, der Künstler? Er stammt wie die meisten seiner männlichen...
Horst Koegler war nicht der Einzige, der über die «Sylvia» von László Seregi einst ins Schwärmen geriet. «Die ganze Choreografie», schrieb er 1973, «ist ein Füllhorn witzigster und sprühendster, durchgehend aber striktest dramaturgie- und charakterbezogener Einfälle – nie grob, nie direkt, nie vulgär, immer lächelnd, immer heiter, immer charmant.» Eine...
