Stichprobe: ein Opernprojekt
Spät singt er, doch er singt. Erst als er Penelope endlich nach zwanzigjähriger Irrfahrt gegenübertritt, findet Odysseus seine Stimme wieder. Die ganze «Odyssee» über verschlägt es ihm die Sprache. Statt seiner agieren acht Tänzer. Die Tänzer sind «eine Art Resonanzkörper», sagt Reinhild Hoffmann, die das Stück «Ein Atemzug» von Isabel Mundry an der Deutschen Oper Berlin uraufgeführt hat.
«Ein Atemzug» ist über Jahre hinweg in enger Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten entstanden – als eine «Choreografie der Klänge», die sich nicht im Orchestergraben oder auf der Bühne erschöpft, sondern auch Logen und Ränge als Aktionsorte erschließt. Von überall her ertönt Musik, und weil sich Penelope inmitten des Publikums positioniert, gewinnt ihr Atem, einzig und allein von einem Akkordeonspieler begleitet, geradezu physische Präsenz.
Zum Raum wird so Musik, und Reinhild Hoffmann füllt ihn auf choreografische Weise. Das Meer: ein paar wogende Tänzer auf einer bis zur Brandmauer aufgerissenen Bühne. Die Freier, die Penelope bedrängen: ein Ensemble grotesk vermummter Gestalten, die ihr Macho-Gehabe auf einer Rampe gestisch ausspielen.
Die Begegnung mit den Lotophagen, die Zeit mit Kirke, der ...
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For all of you who don’t relish the hype and hoopla of a new show from the Irish dance bonanza-king, Michael Flatley: brace yourselves. The Lord of the Dance and his well-bosomed patriotic tap-dancing chicks are back, and they are taking the stage by storm.
Perhaps his crass style might not please you, but hold your jeers, because whether you like it or not the...
Dass sie in Biarritz gern Neues erfinden, mag an den jodhaltigen Winden des Atlantiks liegen, am Tor zu Spanien und an den vielen skurrilen baskischen Sportarten direkt vor der Tür. Der mondäne Badeort nennt sein Herbstfestival «Le Temps d'aimer la danse». Vor ein paar Jahren erfand man hierzu la gigabarre, eine Ballettstange auf einhundert Metern Strandpromenade...
Ganz Zagreb ist ein Wohnzimmer
Kein unbedachter Winkel, der nicht möbliert ist mit Schirmen und Sesseln, Theken und Tischen. Jede Straße rund um den Hauptplatz Jelacic ist besiedelt von Cafés voll gewaltigem Geplauder. Jeder kennt jeden. Ein Steinwurf entfernt, in der Ilica 10, entsteht gerade das erste kroatische Tanzhaus, das die Architektengruppe 3LHD im Kino...
