snakeskins

Benoît Lachambre, der kanadische Tanzkünstler, will in seinem neuen Stück sich selber loslassen. Aber wie kommt man aus der eigenen Haut heraus?

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Links macht der Musiker Hahn Rowe sich an Gitarre, Geige, Mundharmonika, Elektronik und Blech zu schaffen. Auf der anderen Seite sitzt ein Stummer und wartet: Daniele Albanese. Nennen wir ihn: den Assistenten. Denn um die «Snakeskins», die Schlangenhäute, abstreifen zu können, braucht auch die Schlange einen Widerstand außerhalb ihres Körpers. Und die leere Hülle danach ist auch nicht aus der Welt. Sie ist ein Bild im Choreo-grafischen Zentrum Pact Zollverein in Essen: Dort tanzt Lachambre in Stiefeln und Jeans vor einem Foto von Christine Rose Divito.

Es zeigt im Profil das alte Männergesicht eines Indianers, an seinem Hinterkopf setzt eine Mauer an, in seiner Flucht steht ein junger Mann mit einem Basketball, dahinter ein Auto. Das Bild hat eine sehr tiefe Perspektive.

Welche Perspektive hat die Welt? Bei den Maya existierte die Perspektive nur im Raum. Dagegen war die Zeit für sie rund und biss sich wie eine Schlange in den Schwanz. Die nächste Zeitenwende fällt bekanntlich auf den 21. Dezember dieses Jahres, wenn der fünfte Sonnenzyklus endet: Sie markiert den Tod, um Platz zu schaffen für Neues, sie markiert das Ende eines Lebensabschnitts, denn die Unterzyklen des ...

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Tanz August 2012
Rubrik: produktionen, Seite 16
von Melanie Suchy

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