Serie: Master-Macher – Gaby Allard, ArtEZ Faculty of Theatre and Dance
Tanzausbildung hat in Arnhem Tradition: Als junges Mädchen nahm hier schon Audrey Hepburn Ballettunterricht – damals noch an der Arnhem Dansschool, die später zur offiziellen Dance Academy wurde, bevor weitere Fusionen von Tanz-, Theater-, Musik-, Architektur- und Kunstschulen 2002 zur Gründung der ArtEZ University of the Arts führten. Zwei Jahre später erblickte das Theatrium, ein von Hubert-Jan Henket eigens für die Tanz- und Theater-Fakultät entworfener Bau, das Licht der Welt.
Obwohl das Gebäude überwiegend unterirdisch angelegt und eigentlich nur das gläserne Dach sichtbar ist, sind die Studios und Räume lichtdurchflutet.
Seit 2006 leitet Gaby Allard die Tanz-Sektion. Sie war eine der führenden Tänzerinnen in der von Ton Simons geleiteten Kompanie Dance Works Rotterdam, bevor sie sich dem Unterrichten zuwandte – zunächst als Health-Koordinatorin bei Codarts Rotterdam. Nur drei Jahre später war Allard bereits Direktorin der Arnhemer Tanzakademie, 2011 schließlich führten Umstrukturierungen innerhalb der Institution zu ihrer Berufung in die Führungsdoppelspitze der neu geschaffenen Fakultät. Seit Anfang 2015 leitet sie diese alleinverantwortlich.
In den letzten zehn Jahren ...
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Tanz April 2016
Rubrik: Praxis, Seite 70
von Marcelle Schots
im mai: pina bausch
Nicht nur die Bonner Bundeskunsthalle (siehe S. 4), auch das Bayerische
Staatsballett feiert Pina Bausch zum Auftakt seiner Festwochen. Mit «Die
Kinder von gestern, heute und morgen» (2002) legen die Bausch-Stiftung und
das Wuppertaler Tanztheater erstmals ein Werk der Choreografin in die Hände
einer anderen deutschen Kompanie – ein spannendes...
Nein, sie empfiehlt sich nicht auf Französisch. Am Ende des Ballettabends stimmt Édith Piaf aus dem Off ein «Heaven Have Merci» an, bevor sich Vasiliki Roussi von der Bühne verabschiedet – «die Sängerin, die öffentliche Person» (wie es im Programmheft im Gegensatz zur «Tänzerin» heißt). Die Augen aufgerissen, das Gesicht bleich, der Mund grotesk verschmiert wie von...
Sein neuestes Stück nennt sich so, wie das, was Gilles Jobin umtreibt: «Força Forte» – starke Kraft. «Strong force oder die starke Wechselwirkung ist eine der vier Grundkräfte der Natur, es ist eine kontraintuitive Kraft», erklärt der Westschweizer Choreograf. «Ähnlich wie die Schwerkraft – je näher man der Masse kommt, desto größer ist die Anziehungskraft. Die...
