Sachsen-Anhalt und Bremen

Auf die etwa gleiche Zahl von Ballettensembles kamen bis zur Wende beide Länder: Neun gab es in Sachsen-Anhalt, von denen Bernburg, Eisleben, Köthen, Stendal und Wittenberg ihre Kompanien verloren. Von Thüringens acht Ensembles blieben die in Altenburg, Erfurt, Meiningen, Rudolstadt und Weimar auf der Strecke. Das Ballett in Erfurt und Weimar besaß einen guten Ruf, das Meininger immerhin eine lange Tradition. Gehalten haben sich, nach regionalen Ränken und verpassten Fusionen, die großen oder widerstandsfähigen Truppen, die aufzulösen ein Politikum gewesen wäre.

Zumindest künstlerisch stabil stehen die beiden Leuchttürme in Sachsen-Anhalt da. Seit 2006 führt Gonzalo Galguera das Ballett der Landeshauptstadt Magdeburg, der Kubaner und seine 20 neoklassisch geschulten Tänzer formierten es neu, konnten aber nutzen, was die langjährige Vorgängerin Irene Schneider an Zuschauern erzogen und angezogen hat. In Uraufführungen wie «Heilig!» geht es um Religion heute, Gäste setzen mit «Imagine» oder «Debütantenball» auf Lokalbezug. Auf 24 Tänzer kann Ralf Rossa in Halle zählen: Seit 1998 ist er am Haus, darf die Kompanie seit 2001 Ballett Rossa nennen. Mit Inszenierungen für die ganze Familie ...

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Tanz Jahrbuch 2010
Rubrik: Diagnose: Tanz in den Ländern, Seite 46
von Volkmar Draeger

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