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Zu Besuch bei der Tanzfotografien, da, wo dem Tanz sein Image verliehen wird. Verliehen? Angeschweißt!

Auf dem Weg nach Dresden Franz Kafka gelesen: «Man fotografiert Dinge, um sie aus dem Sinn zu verscheuchen.» Wir knipsen, um nicht hinzusehen. Wir halten uns auf Reisen die touristischen Objekte vom Leib, indem wir sie «ab»-lichten. Wegblitzen. Man könnte mit dem gleichen Recht sagen: Tanzfotografie verscheucht das Erlebte. Tanzfotografie ersetzt die vergänglichen Vorgänge auf der Bühne gegen das Bild. Eben weil der Tanz fast nie zum Bild erstarrt. Weil Tanz das Gegenteil von Bild ist.

Die Palucca Schule Dresden. Eine neue Leitung. Mit einem neuen Konzept.

Werde von einem bellenden Mops-Hund empfangen. «Gret Palucca hatte auch einen», sagt sein Herrchen, der Pressesprecher Konrad Hirsch. Der Hund spricht für Kontinuität. Umso weniger muss der Pressesprecher sprechen. Er muss das neue Image verbreiten. In Zukunft mehr Klassik, weniger Moderne. Zehn Tage lang soll sich die Palucca Schule in einem großen Dresdner Einkaufszentrum darstellen. Sie geht an eine Öffentlichkeit, die ein bestimmtes Bild von Tanz hat. Bei den meisten wird dieses Image nicht durch Theaterbesuche verfertigt. Eher durch Jugenderinnerungen. Und durch die Tanzfotografie. Dieses diffuse Bild von Tanz muss die Schule ...

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Tanz April 2007
Rubrik: Report, Seite 4
von Arnd Wesemann

Vergriffen