report darstellende künste: günter jeschonnek...

...vom Fonds Darstellende Künste lud vor zwei Jahren zu einem Symposium. Da klagten Politiker und Experten über die «wirtschaftliche, soziale und arbeitsrechtliche Lage der Theater- und Tanzschaffenden». Diese Zustände ließ Susanne Keuchel nun empirisch erfassen. 4047 Personen wurden befragt, wie sie überhaupt von der Bühne leben können.

Demnach kommt nicht mal die Hälfte der Interviewten in den Genuss einer Kranken- und Rentenversicherung bei der Künstlersozialkasse (KSK) – etwa weil sie zu wenig verdienen, was für immerhin 29 Prozent der KSK-Versicherten und 47 Prozent der nicht in der KSK versicherten Freischaffenden bedeutet: Sie müssen diversen nicht-künstlerischen Nebentätigkeiten nach­gehen. Obwohl sie das tun, verdienen sie im Schnitt rund 40 Prozent weniger als nichtkünstlerische Arbeitnehmer.

Anders als beim letzten «Künstlerreport», der 1973 entstand, verbringen die Freischaffenden deutlich mehr Zeit mit dem Schreiben von Anträgen und der Abrechnung von Zuschüssen, obwohl ihre Projekte zunehmend seltener oder mit weniger Mitteln gefördert werden. Damit ist eine wachsende Zahl von Akteuren (48 Prozent) gezwungen, zwischen Festanstellung und freien Projekten zu pendeln – ...

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Tanz Februar 2011
Rubrik: menschen, Seite 26
von Arnd Wesemann

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