Breakin’ Numbers

Dance Unity holte B-Boyz aus aller Welt nach Düsseldorf zu einem äußerst wortkargen Tänzerkongress, der alles toleriert: von Abba bis Zeybek, vom Schwulsein bis zur türkischen Folklore.

Go Ready

Eintausend Tänzer treffen sich im tanzhaus nrw in Düsseldorf ohne Choreografen, ohne Ballettmeister, ohne ihre Eltern und erst recht ohne Kritiker. Die Tänzer bringen nur mit, was sie wirklich brauchen: Diejenigen, die man ihre fingerfertigen Pianisten nennen könnte, die DJs, dazu ein paar altvordere Tänzer. Sie spielen die Judges. Die Jury. Es gibt keine Audition, keine Zulassung, keine Beschränkungen. Angemeldet per Internet, bilden sie am späten Nachmittag einen Bienenschwarm, um bei der Registratur zur Nummer zu werden.

Nicht der Name zählt, nicht der Ruhm, nicht die Karriere – alle sind gleich. Nicht gleich gut, aber das wird sich zeigen. Keine Vorauswahl. Jede Nummer gegen jede und alle gegen die Musik. Das ganze Haus am Düsseldorfer Bahnhof, die Studios, die Ränge, die große Bühne, gedampft voll mit Tänzern. Nur das Bistro nebenan nicht – kein Alkohol, auch sonst keine Drogen. Ist ihnen zu teuer. Es reicht, wenn tausend Selbertänzer dem Solisten zujubeln, der nur knappe dreißig Sekunden kurz im Mittelpunkt steht und zeigt, was los ist. Wenn man Glück hat, und die Stimmung gut steht, verwandelt eine einzige Person das Theater in eine mit wedelnden Armen jubelnde ...

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Tanz Januar 2009
Rubrik: Report, Seite 50
von Arnd Wesemann

Vergriffen