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Frankreich hat ein neues Aushängeschild: Mourad Merzouki überrascht sich selbst mit einer Broadway-fähigen Revue aus Taiwan

Die Inszenierung überließ nichts dem Zufall. Als die 1500 Zuschauer im Kongresspalast von Montpellier sich am Schluss zu stehenden Ovationen erhoben und ihre Sommerkleidung einen farbenfrohen Kontrast zu den auf der Bühne gesehenen schlichten, dunklen Hochglanzbildern schuf, reihten sich die zehn Tänzer in Siegerpose aneinander. Ein Fotograf sprang aus der Kulisse und hielt die Szene fest.

Es war ein würdiger Moment, in dem Europa einen neuen Choreografen feierte, der die größten Theater füllen und ein breites Publikum zu Begeisterungsstürmen für einen zeitgemäßen Tanz hinreißen kann.

So ein Augenblick ist selten genug. Béjart war auch mal so eine Entdeckung, Pina Bausch natürlich auch. Preljocaj hingegen ist noch immer zu unberechenbar, und De Keersmaeker bleibt ein Fall für Kenner. So holen Europas Kuratoren ihre Zugpferde meist wieder aus US-Kompanien oder greifen gleich nach Bollywood. Jetzt aber gibt es Mourad Merzouki, Gründer der Kompanie Käfig und Frankreichs erster Hip-Hopper im Chefsessel eines Centre chorégraphique national, des CCN de Créteil et du Val-de-Marne. Vor drei Jahren brachte er von einer Taiwan-Tournee die Idee mit, die dortigen B-Boys mit den seinigen in ...

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Tanz August 2012
Rubrik: produktionen, Seite 12
von Thomas Hahn