Produktion des Jahres

Akram Khan: «Until the lions»

Tanz

Das Stück hat viele Kritiker begeistert – ob sie nun den Choreografen und Tänzer Akram Khan, seine Tänzerinnen Christine Joy Ritter und Ching Yien-Chen oder die Inszenierung an sich zu ihrem Favoriten kürten. Khans Kammerspiel kreist um eine Episode aus dem Mahabharata, die er einem Buch der Schriftstellerin Karthika Naïr entnommen hat (tanz 4/16). Die Künstlerin, wie er subkontinentaler Herkunft, hat ihm – und Sidi Larbi Cherkaoui – bereits das Script für «zero degrees» geliefert. Daraus ergab sich die Zusammenarbeit an dem preisgekrönten Projekt «DESH».

Wir dokumentieren Auszüge aus Naïrs Tagebuch, das Akram Khan, sein Denken und Schaffen sowie dessen Hintergründe aus nächster Nähe zeigt.

Créteil, 5. Juli 2010
Anruf von Farooq Chaudhry, Akram Khans Produzent. Hatte den Großteil des Vormittags damit verbracht, diverse Anrufbeantworter in Polen zu umwerben (wegen der Rechte auf einen Auszug von Henryk Góreckis Dritter Symphonie), bin also ein wenig abgelenkt, als Chaudhry sich meldet, und gehe davon aus, dass sich unser Gespräch um unseren alten, lang gehegten Plan drehen wird, zero degrees wiederzubeleben.

Stattdessen fragt mich Chaudhry, ob ich als «Ko-Autorin» bei Akrams aktuellem Projekt mitmachen möchte, einem neuen Stück über Bangladesch. Bin völlig überrumpelt von dem Angebot.

Ja!, schreie ich ins Telefon, so ohrenbetäubend, dass Farooq er-schrickt. Aber er weiß ja auch nicht, wie sehr Bangladesch schon immer Farbe in mein Leben gebracht hat. Den Krieg zu untersuchen, der einen unauslöschlichen Teil im Leben meiner Eltern einnimmt; Rohmaterial für den Tanz zu sammeln; multiple Erzählstränge zu entwickeln:
Das alles ist ungemein verlockend.

Paris, 7. Juli 2010
Ich sehe mir Akrams Proposal an, Notizen über Bangladesch und eine Liste von vorläufigen Schlüsselbegriffen. Einiges davon fügt sich augenblicklich zusammen, anderes verlangt von mir, mich in Akram hineinzuversetzen und das Land quasi hautnah aus seiner Perspektive zu erspüren. Sein und mein Bangladesch sind zwangsläufig miteinander verknüpft, unterscheiden sich aber auch – wie Zwillinge, die bei der Geburt getrennt wurden, ganz in althergebrachter Bollywood-Manier.

Ich schreibe ihm und frage, ob wir das Stück Desh nennen könnten – ein Wort, das einen ganzen Kosmos von Bedeutungen in sich birgt: Nation, Region, Land und mehr – anstatt Bangladesh, wie der Arbeitstitel lautet. Desh beinhaltet eine Idee, mit der fast alle von uns vertraut sind und mit der wir ringen, ganz egal, welcher Nationalität wir angehören oder wo wir unsere Wurzeln haben: Heimat.

London, 24. September 2010
Akram, Farooq und ich treffen uns. Desh ist für Akram Segen und Plage zugleich. Vor Jahren hat er seiner Mutter versprochen, ein Stück über Bangladesch zu machen. Seit Akrams Kindheit ist Mrs. Anwara Khan die treibende Kraft hinter seiner künstlerischen Laufbahn. Sie hat seine frühe Rastlosigkeit kanalisiert, indem sie ihn zum Kathak brachte, um dann voller Stolz zu beobachten, wie sich ihr Sohn, das Wunderkind, zu einem der prominentesten Namen mauserte, den die Tanzwelt heute kennt.

Aber ein Traum blieb ihr bislang unerfüllt – zu erleben, wie ihr Sohn die Geschichten ihres Heimatlandes und seiner Bewohner erzählt. Akram hatte sich vorgenommen, sein Versprechen einzulösen, doch immer waren andere, faszinierende Projekte dazwischengekommen. Jetzt aber hat er den Bildenden Künstler und Designer Tim Yip kennengelernt, den er schon seit Langem bewundert. Tim erklärt sich zur Zusammenarbeit mit Akram bereit, schlägt aber vor, dass Akram zu seinen Wurzeln zurückkehren und die Heimat seiner Eltern persönlich erkunden sollte.

Akram ist hin- und hergerissen zwischen Begeisterung und Sorge. Seinen jüngeren Arbeiten – insbesondere dem letzten Stück seiner Duett-Reihe – hat man vorgeworfen, «wieder das alte Thema Identität» auszuschlachten. Das hat ihn natürlich getroffen. Denn Desh dreht sich ja schließlich um genau diese Achse; außerdem wird Akram in seine Kindheit zurückkehren und die eigene Ambivalenz gegenüber Bangladesch unter die Lupe nehmen müssen.

Nur wie, frage ich vorsichtig, kann er denn das Thema «Identität» ausklammern, wenn es doch – kinetisch, kulturell und auch sprachlich – weite Teile seines bisherigen Werks gespeist hat? Unweigerlich muss ich an Sidi Larbi Cherkaoui denken, dessen Talent und Leidenschaft, sichtbare wie unsichtbare Bestandteile individueller und kollektiver Identitäten zu befragen, zu sezieren und wieder neu zusammenzufügen, an einen Forensiker denken lässt. Larbi könnte Akram weitaus besser beruhigen als ich. Doch haben es die beiden, Larbi und Akram, auch mit unterschiedlichen Herausforderungen zu tun: Die Tanzwelt auf dem europäischen Kontinent mag anspruchsvoller, weniger schwärmerisch sein als in Großbritannien. Dafür gewährt man uns hier, im Vereinten Königreich, mehr Raum für persönliche Erkundungsreisen und somit auch mehr Freiheiten, was das Abweichen von der Norm angeht.

Neu-Delhi, 10. April 2011
Delhi schmilzt. Alles hier wirkt verflüssigt. Möbel, Gebäude, die Vögel. Ich erwarte jeden Moment, dass Vögel wie zähflüssige Klumpen vom Himmel fallen.

Bei diesem Segment arbeite ich mit dem Leitmotiv Sprache. Wir müssen das Gefühl der Vergeblichkeit einfangen, das Großeltern und Eltern empfinden, wenn ihren Kindern all das verwehrt wird, wofür sie selbst einst gekämpft haben: zum Beispiel die bengalische Sprache, Bangla.

Ich schlage den Motivationsansatz vor, und zwar anhand einer ausgedachten Fabel. Die Sequenz beginnt damit, dass Akram versucht, seine verstörte fiktive Nichte Eeshita zu beruhigen, die dazu gedrängt wird, Bangla zu sprechen. Er erzählt ihr also eine Geschichte, die in den Wäldern der Sundarbans spielt. Während er erzählt, soll Akram in die klassische Gestensprache Abhinaya überwechseln. Das Publikum wird das eigentliche Ende der Erzählung nie erfahren. Denn sobald Akram die Stelle erreicht, an der der Tiger zum Sprung ansetzt, unterbricht er abrupt. Zum Weitererzählen aufgefordert, erklärt er dem kleinen Mädchen, dass der Schluss einzig und allein im magischen Reich der Geschichten gefunden werden kann, das ihr jedoch verwehrt ist – denn das Passwort ist in Bangla, und diese Sprache müsste sie erst lernen …

Leicester (England), 8. August 2011
DESH – ja, jetzt in Großbuchstaben – wird nächste Woche im Curve in Leicester uraufgeführt.

Es setzt sich aus fünf der Geschichten zusammen, die Akram und ich uns ursprünglich ausgedacht bzw. aufgeschrieben hatten, sowohl gemeinsam als auch jeder für sich. Später haben PolarBear und ich sie bearbeitet und noch eine weitere Geschichte hinzugefügt – als Erzählstrang, der alle anderen Geschichten durchzieht. Akram hat diese Geschichten wie Lehm behandelt, sie für die Bühne modelliert und in Tanz umgeformt. Mit dem Ausstattungsteam hat er daran gearbeitet, zu einem Ganzen zu gelangen, das mehr als die Summe seiner Einzelteile ist.

Was sich im Laufe der gesamten Produktionszeit am meisten verändert hat, ist das emotionale Zentrum des Stücks: DESH hatte als Ode eines Choreografen an sein Heimatland begonnen. Der Durchbruch kam, als Akram klar wurde, dass sein Verhältnis zu Bangladesch offenkundig die Beziehung zu seinem Vater widerspiegelte, insbesondere, als beide noch jünger waren. Eine Beziehung der unausgesprochenen gegenseitigen Liebe, die von allerlei beiderseitigen Missverständnissen und Spannungen überschattet wurde – Erfahrungen, die viele Familien, insbesondere Einwandererfamilien, kennen: Die erste Generation ist darauf bedacht, am Erbe und an der Identität ihrer Herkunft festzuhalten, während sie im Gastland Fuß zu fassen versucht; die zweite Generation versucht sich, ebenso verzweifelt, in dem Land zu assimilieren, in dem sie geboren wurde.

Daher wurden fast alle Episoden, die sich um die Mutter drehten, auf die Figur des Vaters umgemünzt und die väterliche Identität mit der des ursprünglichen Heimatlandes verschmolzen. Mit diesem Kunstgriff erhält das Stück sein Rückgrat und findet zu einer dramatischen Spannung, die das Publikum fesseln und das Spezielle (Bangladesch) mit Hilfe des Universell-Persönlichen (Eltern-Kind-Beziehung) jedem Einzelnen, ungeachtet des persönlichen Hintergrundes, zugänglich machen könnte. Dabei veranschaulicht Akram auf geniale Weise die überaus menschliche Hilflosigkeit angesichts der Vergänglichkeit und kehrt die ursprüngliche Prämisse des Stücks um: Raum ist zu Zeit geworden.

Das Stück ist nahezu großartig gelungen, und doch gibt es noch einen Misston: das Ende. Nach meinem Empfinden darf es nicht in Schuldzuweisungen und Vorwürfen enden. Es muss das Moment der Versöhnung in sich tragen, Akrams Seele getreu, egal wie fiktiv die Geschichten im Einzelnen auch sein mögen. Ich teile Akram und Farooq mit, dass wir das Ende dringend umarbeiten sollten. Alle sind sich einig – 48 Stunden vor den ersten Previews schreibe ich das Ende neu.

London, 3. Oktober 2011
Da sind wir also, PolarBear und ich, unmittelbar nach der magischen, bewegenden und spritzigen Vorstellung. Wir sind nachhaltig überwältigt von Akrams Performance, seiner Tour de force und der Vollkommenheit der Traumwelt, die sich soeben vor unseren Augen aufgetan hat.

Akrams Mutter und Vater sind bei uns und strahlen vor Stolz und Rührung. Die beiden haben weitere Verwandte und Bekannte aus der Londoner Bangladeshi-Community im Schlepptau: Ein fröhlicher Reigen des gegenseitigen Vorstellens, Fragens, Kommentierens und Erinnerns nimmt seinen Lauf. Man dankt uns: die verschleierte, zielstrebige Ärztin, der muntere, Edelsteinklunker tragende Lehrer und das ganze Mannsvolk im Gefolge, allesamt mit Erinnerungen, Triumphen und Sorgen, die nun unaufhaltsam aus all den Schubladen herauspurzeln, in denen sie verwahrt waren. Sie segnen uns, wie sie sagen, weil wir ihre Geschichten kennen und erzählen, weil wir ihre Erinnerungen hier an diesen fernen Ort getragen haben.

Eine größere Belohnung könnte es gar nicht geben. Keine Auszeichnung könnte kostbarer sein. Einen glücklicheren Moment als diesen wird es nicht geben.

Paris, 24. Dezember 2012
DESH wird zwei Wochen lang in Paris gezeigt. Unter den Zusatzveranstaltungen, die das Théâtre de la Ville organisiert hat, ist auch ein Dokumentarfilm, der den Entstehungsprozess von DESH in drei Ländern nachzeichnet.

Es sind wunderschöne Aufnahmen: Mit stiller Intimität fängt der Film Akrams Erkundungen und Experimente im Studio ein, jede Furche in seinem Gesicht, wenn er etwa beschreibt, wie sein Cousin den Begriff «Dritte Welt» hinterfragt. Die bengalische Landschaft, die zerlumpten Kleider der Kinder, die Akrams Motorroller hinterherlaufen, die Erschöpfung in den Augen der Arbeiter. Allerdings kommt niemand von ihnen zu Wort: Sie alle bleiben bloße «Objekte» der filmischen Erzählung. Während unserer Zeit in Bangladesch haben wir mit Entwicklungshelfern, Waisenkindern, Rikscha-Fahrern, Fischern und Handwerkern gesprochen. Und mit Freiheitskämpfern, weltberühmten Musikern, einem preisgekrönten Filmregisseur, zivilen Aktivisten sowie einem Textil-Restaurator, der in Alleinarbeit die Tradition des Färbens mit Naturstoffen in seiner Heimat wiederbelebt hat.

Keiner. Von. Ihnen. Existiert. Jedenfalls nicht in diesem Dokumentarfilm. Nicht für dessen Macher, der uns gleichwohl auf Schritt und Tritt auf unserer Reise durch Bangladesch gefolgt ist. Nicht einmal diejenigen kommen vor – Shahidul Alam etwa –, deren Geschichten wir uns für DESH geliehen und anverwandelt haben.

Nein. Durch die Linse dieses Dokumentarfilmers betrachtet, besteht Bangladesch aus einer unendlich weiten, überwältigenden – oft zerstörerischen – Natur. In der Millionen Menschen, die keine Stimme haben, ausharren müssen. Die lebendigen, risikofreudigen, entschlossen engagierten Kräfte, die ihrem Land die Demokratie wieder und wieder zurückerkämpft haben, kommen in seiner Geschichte nicht vor.

Das ist die Crux. Überall wurden Lobeshymnen angestimmt, begeisterte Rezensionen geschrieben, Preise ausgeschüttet. Viel wurde darüber diskutiert, inwieweit das Stück autobiografische Züge trägt. Ein paar Kritiker und zahlreiche Blogger nahmen jede einzelne Episode für bare Münze, mehrfach war sogar vom «verstorbenen» Mr. Khan die Rede – der erfreulicherweise noch am Leben ist –, oder von seinen «Kriegsverletzungen».

Aber kaum je ein Bewusstsein für Akrams größte Leistung, den Schlüssel zu DESH, der in den Geschichten all jener Namenlosen liegt, die Akram für ein weltweites Publikum auf die Bühne geholt hat. Oder dafür, dass Akram mit seinem Körper, seinem tanzenden Selbst, zum Prisma geworden ist, in dem sich die Geschichten unzähliger Menschen brechen.

Das aber genau ist es, was Akram Khan am authentischsten und wirkungsvollsten auf der Bühne tut: Er begibt sich, gemeinsam mit seinen Zuschauern, in viele Länder, reale, erinnerte und imaginierte. Er stellt seinem Publikum eine ganze Schar von Figuren vor, die er vorher nicht kannte und von denen er die meisten nun selbst verkörpert. Deren Geschichten vielleicht nicht neu sind, aber deren Empfindungen, Wünsche und Sorgen wir kennen, weil sie den unseren verwandt sind.

Er versucht, die Grenze des Andersseins auszuradieren, jenen meistverbreiteten und effizientesten Abwehrmechanismus, den wir Menschen einsetzen, um uns zu distanzieren und abzusondern. Von Flüchtlingen. Von Rassismus. Von Armut. Von ökologischen Katastrophen. So lange all dies in unerreichbarer Ferne einem «Anderen» widerfährt, kann es uns selbst nicht widerfahren.

Akram überbrückt diese Gräben. Er wird sukzessive selbst zu all diesen Figuren: Kleiner Junge, der den Tod eines Elternteils betrauert, später dessen rebellische Teenager-Inkarnation; dann schlüpft er in die Haut eines Erwachsenen, streckt seiner fiktiven Nichte die Hand entgegen und verspricht ihr, sie nicht loszulassen, wenn sie das verlorene, fantastische Land der Kindheitserinnerungen betritt. Er wird zum Märtyrer – von dem er noch gar nicht wusste, dass er in ihm existiert –, der über Bangladesch und die Zerrissenheit des Landes zwischen Hoffnung und Verzweiflung reflektiert. Und dann schreitet er selber ein, um sich dem Kampf seines Volks anzuschließen, dem Kampf für Demokratie, freie Sprachwahl, Meinungsfreiheit und einen säkularen Staat.

Dieser seltene Akt der Demut und Großherzigkeit wird kaum je gebührend gewürdigt, stattdessen diskutiert man lieber über den «autobiografischen Gehalt». Der immense darstellerische Kraftakt, das sensible Aufbrechen eines Landes, all das wird vergessen. Und wieder einmal verschwindet Bangladesch, das Land, das Akram eigentlich ehren wollte.

Aber immerhin ist «Identität» nun kein verpöntes Wort mehr. Wenigs-tens dafür, meine ich, dürfen wir alle dankbar sein.

Aus dem Englischen von Marc Staudacher

 


Tanz Jahrbuch 2016
Rubrik: Die Saison 2015/16, Seite 120
von Karthika Naïr

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