musicbox

Wie finden Choreografen ihre Musik? Hilfestellung bieten Verlage – kostenfrei und nicht ganz uneigennützig. Ihr Angebot könnte sogar die Entfremdung der Sparten aufheben.

Ballettmusik erklingt häufig auch jenseits der Bühne im Konzertsaal. Strawinskys «Le Sacre du printemps» ist selbst ohne Tanz ein Repertoireknüller. Aber zeitgenössische Kompositionen, die gar nicht für das Theater geschrieben sind, erreichen das Publikum bisweilen leichter, wenn sich ein Choreograf ihrer annimmt. Zumal dann, wenn es jemand wie Wayne McGregor ist, der im kommenden Mai Esa-Pekka Salonens 2011 uraufgeführtes Orchesterwerk «Nyx» am Royal Ballet in London in Szene setzt.



Bei brandneuen Kompositionen garantiert die Ballettkreation einen gut platzierten Release, sie bildet das Event zur Neuerscheinung. Manchen Choreografen gefällt das. Als Bühnenhebamme einer Partitur treten sie aus dem Schatten des Giganten namens Musikindus-trie. Aber kaum einer von ihnen greift von sich aus in die große Kiste bereits existierender Partituren. Warum? An diese Frage hängen die Musikverlage mehr als nur ein Fragezeichen.

Die Verlage kooperieren
Klar, Musik ist Massenware. Die Gelegenheit, sie unter schönen Lüstern und vor dicken Samtvorhängen unters Volk bringen zu können, ist begehrt, denn die Bühne gilt als Befreiungsschlag von der Festplatte. Längst haben sich Verlage, also Verleiher ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle tanz-Artikel online lesen
  • Zugang zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von tanz

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Tanz Dezember 2015
Rubrik: Praxis, Seite 68
von Arnd Wesemann