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rosario guerra

Auch wenn sie ihm am Anfang den strengen Mittelscheitel des Ballets-russes-Stars hinfrisiert haben: Rosario Guerras schwarze Haarpracht macht schnell, was sie will. Rein äußerlich gibt es keine Ähnlichkeit zwischen dem mediterranen Sonnyboy mit dem drahtigen Körper und dem russisch-verschlossenen, nachdenklichen Vaslav Nijinsky, der als Fotografie von der Rückwand des Stuttgarter Theaterhauses in die Ferne blickt.

Mit einem Gefühl der Vertrautheit begrüßt der Italiener sein Alter Ego vor jeder Aufführung und bedankt sich – so nahe sind sie sich in den Proben mit Marco Goecke gekommen. Dabei tat Guerra sich anfangs schwer: «Ich stand zwischen Nijinskys historisch verbürgtem Leben, Marcos Vorstellung davon und meinem eigenen Ich. Das war schwierig. Ich brauchte Raum für Marco in meinem Geist, in meinem Körper. Und ich musste mich selbst einbringen, denn es ist ja das Leben eines Tänzers, durch das auch jeder Einzelne von uns geht, egal ob berühmt oder nicht.»

Mit 20 Jahren kam der Neapolitaner vom Balletto Teatro di Torino ans Stuttgarter Theaterhaus, sein Landsmann Giuseppe Spota hatte ihm von Gauthier Dance vorgeschwärmt. Guerra liebt das Klassische, aber noch mehr liebt er die ...

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Tanz November 2016
Rubrik: Persönlich, Seite 28
von Angela Reinhardt