Persönlich

Newcomer: Paul White – Abschied von Jean Babilée und Margrethe Schanne – Dessaus Ballett vor dem Aus – Klaus Kieser wird Kompaniemanager in Saarbrücken – Dem Leipziger Tanzarchiv droht neues Ungemach

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paul white

Gerade erst hat er den britischen Tanzpreis «for outstanding modern performance» erhalten, professionell gesehen ist er also schon ein alter Hase. Wo er jetzt gelandet ist, steht er indes für einen Aufbruch: «Ich bin eigentlich nur zu der Audition gegangen, weil mich interessiert hat, wie die das überhaupt hinkriegen wollen.» Mit «die» sind die Tänzer des Tanztheaters Wuppertal gemeint, das zum ersten Mal nach dem Tod seiner Gründerin Pina Bausch nach neuen Ensemblemitgliedern Ausschau hielt.

Der Ansturm war gewaltig: 250 Herren meldeten sich auf die Ausschreibung, bei den Damen waren es gar doppelt so viele. Auch Paul White reichte seine Unterlagen ein, in denen etwa Folgendes vermerkt sein muss: 1983 im australischen Lismore geboren, hat er sich eine reguläre Ausbildung erspart und ist stattdessen aus dem Stand ins Tanzgeschäft hineingesprungen – von Queensland aus zu Garry Stewarts Australian Dance Theatre, weiter zu Lloyd Newson und dessen DV8 Physical Theatre, danach zu Tanja Liedtke, schließlich Meryl Tankard. Ein paar Preise und Stipendien hat er nebenbei eingeheimst, außerdem choreografisches Talent bewiesen.

Ein gestandener, athletisch gebauter ...

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Tanz März 2014
Rubrik: menschen, Seite 24
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