One Shared Object. Profit and Loss
Wenn Kinder spielen, wirken sie wie ernsthafte Arbeiter. Sie lauschen mit sämtlichen Sinnen. Im Tanz nennt man diesen wachen, leuchtenden Zustand Präsenz. Martine Pisani und Martin Nachbar, die Französin und der Deutsche, verbindet nicht nur ihr Vorname, sondern die Lust am ernsthaften Spiel, am Zauber des Zufälligen in der Struktur eines strengen Regelwerks, in dem es Gewinner und Verlierer gibt und – na klar – Ent- und Verwicklungen. Gefördert von «Tanzplan» entstand während einer Residenz in der fabrik Potsdam ein launiges Team-Work: «One Shared Object. Profit and Loss».
Bei den Potsdamer Tanztagen durfte es eine prachtvolle Riesenbühne des Hans-Otto-Theaters in der Schinkelhalle tanztauglich einweihen. Was die acht Akteure gewinnen oder verlieren, was sie bewegt, umtreibt, in Aufruhr bringt, bleibt bis zuletzt rätselhaft. Was wir erleben und mit eigenen Interpretationen einzingeln, ist die Arbeit an einer kollektiven Collage nach Muster des surrealistischen Spiels «Cadavre Exquis». Jeder kennt das: Ein Papier wird herumgereicht – einer zeichnet den Kopf, der Nächste den Hals, den Rumpf, aber weil das Papier immer wieder gefaltet wird, sieht der Nachbar nur die letzten Striche ...
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