Offen für alle und alles

Von einer Theaterarchitektur für das 21. Jahrhundert hat Jörg Friedrich klare Vorstellungen. Wie sie aussehen, schildert er im Gespräch mit Karin Winkelsesser

Mit seinem Hamburger Büro «pfp architekten» hat Jörg Friedrich im Januar 2020 den internationalen Wettbewerb für den Ergänzungsbau des Theaterhauses in Stuttgart gewonnen, mit dem sich auch der Spielraum für Gauthier Dance erweitert. Die kalkulierten Kosten liegen bei 40 Millionen Euro – ein Bruchteil dessen, was für Sanierung, Umbau und Modernisierung etwa der Frankfurter Bühnen, des Stuttgarter Opernhauses oder der Oper Köln veranschlagt wird.

Jörg Friedrich, Ihr Entwurf für die Erweiterung des Theaterhauses Stuttgart nimmt sich geradezu bescheiden aus.

2018 hat Ihr Büro die Machbarkeitsstudie für die Sanierung der Städtischen Bühnen in Frankfurt vorgelegt und einen Bedarf von 900 Millionen Euro ermittelt. Ein Neubau wäre wohl sehr viel preiswerter. Sie bemängeln immer wieder die Explosion der Baukosten. In der Tat. Mit dieser Studie haben wir in Frankfurt eine Welle ausgelöst, die bis nach Stuttgart, Düsseldorf, Zürich und Berlin schwappte. Wir waren von der Stadt aufgefordert, die Sanierung des Baubestands der Städtischen Bühnen zu evaluieren. Genau das haben wir gemacht, dabei allerdings die Wünsche der Stadt und der Theaterleute mit eingepreist. Es ging noch gar nicht um die ...

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Tanz Januar 2021
Rubrik: Architektur, Seite 38
von Karin Winkelsesser

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